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Deutsche Unternehmen in baltischen Staaten bleiben optimistisch

Riga (02.05.2012) - Die Deutschen Unternehmen in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen bewerten ihre Geschäftsentwicklung auch 2012 überwiegend positiv. Die Geschäftsergebnisse 2011 haben nach einer Umfrage...

die optimistischen Erwartungen erfüllt und auch für 2012 sind die Aussichten gut. 90 Prozent der Befragten sind mit der Geschäftslage ihrer Unternehmen zufrieden. Verbesserungsbedarf bleibt im Bereich der Verfügbarkeit von Fachkräften und allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dies ist das Fazit der diesjährigen Konjunkturumfrage der Deutsch-Baltischen Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen (AHK), an der sich insgesamt 118 Unternehmen beteiligten.

Der Aufwärtstrend für die deutschen Unternehmen setzt sich in den baltischen Staaten eindeutig fort. Auch 2012 bewerten die befragten Unternehmen die Wirtschaftslage zum Beginn dieses Jahres mehrheitlich als gut oder zumindest befriedigend. Nach den sehr starken Wachstumszahlen 2011 rechnet ein Viertel mit einer weiteren Verbesserung der Wirtschaftslage in 2012. Das Wirtschaftswachstum betrug in 2011 in Lettland 5,3 Prozent, in Litauen 5,8 Prozent und in Estland im Jahr der Euro-Einführung sogar 7,5 Prozent. Damit entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt der drei baltischen Staaten weitaus dynamischer als der Durchschnitt der Länder der Europäischen Union.
„Es ist bemerkenswert, dass in diesem Jahr 90 Prozent der befragten Unternehmen in den baltischen Staaten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend bezeichnen“, so AHK-Präsident Thomas Schöllkopf anlässlich der Vorstellung der Umfrageergebnisse.

„Die baltischen Staaten haben die Krise endgültig hinter sich gelassen – und bieten sich deutschen Unternehmen als interessante Standorte für Investitionen, als Absatzmärkte, aber verstärkt auch als Lieferanten an.“ Hauptantriebskraft für den Aufschwung in den baltischen Staaten bleibt vor allem der belebte Außenhandel, bei dem Deutschland weiterhin die Position 2 bzw. 3 einnimmt. Während die Exporte aus den baltischen Staaten nach Deutschland bereits Ende 2010 das Vorkrisenniveau übertrafen, nahmen sie 2011 noch einmal deutlich um durchschnittlich 35 Prozent zu. Die befragten Unternehmen bestätigten diese Tendenz mit einem Anstieg ihrer Exporte um fast 40 Prozent. 2012 rechnen über 90 Prozent der befragten Unternehmen mit weiter steigenden oder zumindest gleichbleibenden Exportzahlen. Dazu erholten sich 2011 auch die Importe aus Deutschland wieder merklich.

„Wichtig ist, dass die baltischen Standorte, die durch ihre bemerkenswerte Erholung von der Krise ihre Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt haben, für deutsche Unternehmen berechenbar sind, um die Investitionsbereitschaft weiter zu erhöhen“, betont Maren Diale-Schellschmidt, Geschäftsführerin der AHK. „Das Potential ist da – dies muss begleitet werden vom nötigen Vertrauen in die Sicherheit der Rahmenbedingungen wie der Rechtsdurchsetzung und der Verfügbarkeit von Fachkräften. Die deutschen Unternehmen setzen bei letzterem auf das Vorbild der deutschen dualen Berufsausbildung, aus dem sie gerne Aspekte auch vor Ort umgesetzt sähen.“

Die detaillierte Ergebnisse finden Sie rechts im Anhang.

Nähere Informationen:
Kerstin Leisering, Information und Kommunikation, kerstin.leisering@ahk-balt.org, Tel.: +371 67320724