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Brasilien: Zoll verschärft die Kontrollen von Importwaren

Nürnberg (11.04.2012) - Der brasilianische Zoll verschärft ab sofort die Kontrollen von Importware an den Häfen, Flughäfen und Grenzen des Landes. Alleine in Santos, dem größten Hafen des Landes, wurde die Anzahl der Zollbeamten, welche ankommende Waren kontrollieren, verdoppelt.

In Zeiten steigenden internationalen Wettbewerbs und Importzunahmen ist das angebliche Hauptziel dieser Aktion, den Import gefälschter Produkte einzudämmen. Tatsächlich scheint es sich aber um eine der nun zahlreichen Aktionen gegen Importwaren generell zu handeln - Importe werden von Regierung und Industrie immer häufiger und heftiger als angebliche Hauptschuldige an den Problemen der brasilianischen verarbeitenden Industrie kritisiert.

In Brasilien müssen Waren beim Import vom Importeur in das elektronische Außenhandelssystem SISCOMEX eingetragen werden. Das System weist die Waren dann in verschiedene Kanäle ein:

  • grün (Ware wird sofort freigegeben),
  • gelb (Dokumente werden kontrolliert),
  • rot (sowohl Dokumente als auch Ware werden kontrolliert),
  • grau (genaue Überprüfung wegen Betrugsverdachtsmomenten).

Der brasilianische Zoll plant in Zukunft mehr Waren in den „roten Kanal“ zu kategorisieren um die Anzahl der Warenkontrollen zu erhöhen. Derzeit werden nur ca. drei Prozent aller importierten Waren vom Zoll kontrolliert.

(Quelle: Wirtschaftskammer Österreich WKÖ, März 2012)