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Bayern - Polen: Kontakte mit Polen ausbauen - Energie- und Infrastrukturthemen stehen im Fokus

Warschau (05.03.2012) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil reist heute gemeinsam mit einer mehr als 40-köpfigen hochrangigen Delegation aus Unternehmern, Landtagsabgeordneten und Verbandsvertretern nach Polen.

 In Warschau stehen Gespräche im Wirtschafts- und Verkehrsministerium im Fokus. „Wir wollen mit unserem Besuch die wirtschaftlichen Beziehungen weiterentwickeln und vertiefen. Polen ist in der Mitte Europas angekommen und setzt verstärkt auf moderne Technologien und innovative Branchen. Vor allem europaweit relevante Bereiche wie die Energie- und Umweltwirtschaft sollen ein Feld intensiver bayerisch-polnischer Kooperationen werden. Der Freistaat mit seinen innovativen High-Tech-Unternehmen steht als kompetenter Partner zur Verfügung. Auch die Verbesserung der Schieneninfrastruktur und gemeinsame Flugverbindungen werden Gesprächsthema sein“, sagt Zeil.
 
Der Minister macht sich zudem für den Wirtschaftsstandort Bayern stark. Unter dem Motto ‚Bayern öffnet Türen für polnische Unternehmen’ organisiert Invest in Bavaria, die Ansiedlungsagentur des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, in Warschau eine Veranstaltung für potenzielle polnische Investoren. „Polnische Unternehmen stellen sich zunehmend international auf. Daher werben wir bei ihnen während unseres Besuchs aktiv, Bayern als Standort für ihre Auslandsaktivitäten zu prüfen. Als zentrale Drehscheibe im Herzen Europas hat der weiß-blaue Wirtschaftsstandort viele Trümpfe zu bieten“, unterstreicht Zeil.
 
In Breslau, einer der wirtschaftsstärksten Regionen Polens und Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr, stehen regionale Projekte im Vordergrund. „Breslau wurde zur europäischen Kulturhauptstadt 2016 gekürt. Infolgedessen wollen wir bayerische Unternehmen als leistungsfähige Partner mit hervorragendem Know-how vor allem bei Infrastrukturprojekten präsentieren“, erklärt Zeil.
 
Die Handelsbeziehungen zwischen Bayern und Polen haben sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt und besitzen großes Potenzial. Das Handelsvolumen lag 2010 bei 7,3 Milliarden Euro. In den ersten drei Quartalen 2011 betrug es bereits 6,2 Milliarden Euro und stieg um fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach der Tschechischen Republik und Russland ist Polen Bayerns drittwichtigster Handelspartner in Mittel- und Osteuropa und steht weltweit an 12. Stelle. Rund 2.500 bayerische Unternehmen pflegen Geschäftsbeziehungen nach Polen. Das Land an der Weichsel besitzt einen großen Absatzmarkt und ist mittlerweile ein finanzkräftiger Abnehmer für High-Tech-Produkte.