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Argentinien: Einfuhrbedingungen werden verschärft

Nürnberg (01.02.2012) - Mit einer Gesetzesnovelle erschwert die argentinischen Regierung die Einfuhr ausländischer Produkte weiter. Geplant ist, das System der vorherigen Einfuhrgenehmigungen offenbar auf alle Importprodukte auszuweiten.

Die argentinische Steuerbehörde AFIP publizierte dazu am 12.01.2012 eine entsprechende Verordnung, die bereits ab 01. Februar 2012 rechtskräftig sein soll.

Ab dann benötigen die Behörden eine eidesstattliche Erklärung des Importeurs, die sogenannte DJAI (Declaración Jurada Anticipada de Importación) über den genauen Umfang und Zweck der Lieferung. Zu dieser soll innerhalb von 15 Werktagen eine Stellungnahme durch das Staatssekretariat für Binnenhandel abgegeben werden, die dann auf Internetseite der AFIP einsehbar ist (www.afip.gob.ar/moa). Erst wenn die Stellungnahme positiv ausfällt, kann der Kunde die Order beim ausländischen Lieferanten platzieren.

Es ist davon auszugehen, dass Exporteure, die nach Argentinien liefern, im Vorfeld jeder Lieferung über ihren Importeur weitreichende Informationen zu Ware, Preis und Packgrößen an die argentinischen Behörden übermitteln müssen. Aufgrund der geplanten Bearbeitungszeit und der zentralen Anlaufstelle dürften sich Exporte nach Argentinien dadurch erheblich verlängern.

Argentinien möchte mit dieser protektionistischen Maßnahme die heimische Industrie besser vor ausländischer Konkurrenz schützen. Inwieweit das neue System angesichts bislang fehlender konkreter Vorschriften jedoch zeitnah umgesetzt werden kann ist noch offen.

(Quelle: Februar-Newsletter IHK Würzburg)