Aktuelles > Zukunftsmarkt Russland

Hinweis:
Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Zukunftsmarkt Russland

Moskau (06.07.2011) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil reist heute mit einer rund 50-köpfigen Wirtschaftsdelegation nach Moskau.

Im Zentrum des Besuchs stehen Gespräche mit Moskaus Oberbürgermeister Sergej Sobjanin und Regierungsvertretern der Russischen Föderation sowie Russischer Regionen. „Russland - und dabei vor allem der Großraum Moskau - gehört zu den Zukunftsmärkten. Wir wollen den Freistaat und vor allem die bayerischen Unternehmen als innovative und leistungsstarke Partner auf dem russischen Markt platzieren“, bekräftigt Zeil.
 
Bei den ‚14. Bayerischen Wirtschaftstagen’ werden die Unternehmen aus dem Freistaat im Fokus stehen. Die Teilnehmer der Delegationsreise decken neben dem Bereich energieeffizientes Bauen ein breites Branchenspektrum ab, angefangen von Verkehr und Logistik, über Umwelttechnologien bis hin zu Luft- und Raumfahrt. „Wir setzen uns dafür ein, bayerischen Unternehmen die Beteiligung an Infrastrukturprojekten im Großraum Moskau und der Russischen Föderation zu ermöglichen und bestehende Projekte zu unterstützen“, erläutert Zeil. Die bayerischen Unternehmensvertreter, die vorwiegend aus dem Mittelstand kommen, werden Gelegenheit haben, sich direkt mit Unternehmern und Regierungsvertretern aus der Stadt und der Region Moskau auszutauschen und erste geschäftliche Beziehungen aufzubauen.
 
Mit einem Handelsvolumen von rund 9,8 Milliarden Euro im Jahr 2010 ist Russland Bayerns mit Abstand bedeutendster Handelspartner in Osteuropa und neuntwichtigster Handelspartner weltweit. 2010 ist der bayerisch-russische Außenhandelsumsatz im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um 23 Prozent gewachsen. Im 1. Quartal 2011 stieg der Außenhandelsumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal gar um 46 Prozent (Exporte +63 Prozent, Importe +41 Prozent). Insgesamt ist der bayerisch-russische Außenhandelsumsatz von 2005 bis 2010 um 76 Prozent angestiegen.
 
„Einen zusätzlichen Schub für die positive Entwicklung der bayerisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen erwarten wir durch die Sportgroßereignisse Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi und Fußball WM 2018“, erklärt Zeil, „denn die Unternehmen aus dem Freistaat können hier einen reichen Erfahrungsschatz einbringen.“ Weiß-blaue Betriebe sind in der Russischen Föderation überproportional vertreten. Von den rund 6.000 deutschen Unternehmen in ganz Russland kommt fast ein Drittel aus Bayern. Im Großraum Moskau liegt der Anteil sogar noch höher. In Russland sind nicht nur die Global Player aus dem Freistaat tätig, sondern insbesondere viele mittelständische Firmen.