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Stärkung der kleinen Unternehmen durch den Small Business Act für Europa

Berlin/Brüssel (24.02.2011) - Fast drei Jahre nach Veröffentlichung des Small Business Act mahnt die Europäische Kommission an, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ins Zentrum der politischen Entscheidungen zu rücken.

Mit ihrer jetzt veröffentlichten Mitteilung zur Überarbeitung des Small Business Act verleiht sie dem Prinzip "Vorfahrt für kleine und mittelständische Unternehmen" neuen Schwung.

Auch das Netzwerk Enterprise Europe Network, zu dem in Bayern alleine schon neun Netzwerk-Partner zählen,  setzt sich für die Förderung kleiner und mittegroßer Unternehmen ein wie etwa im Bereich Business Feedback, bei dem KMU ihre eventuellen Probleme im EU-Binnemarkt melden können.

Bundesministerwirtschaftsminister Rainer Brüderle: "Beim Zugang zu den nötigen Finanzmitteln und beim Erschließen neuer Märkte brauchen die Unternehmen national und europaweit auf allen Ebenen Unterstützung. Wir werden die neuen Ansätze schnell umsetzen. Insbesondere werden wir EU-Vorschriften und nationale Regelungen daraufhin überprüfen, ob sie kleinen und mittelständischen Unternehmen unnötige Lasten aufbürden."

Der bisherige Small Business Act bildet mit etwa 100 Maßnahmen in zehn Bereichen die Grundlage für eine KMU-freundliche Politik in Europa. Die aktuelle Mitteilung der Kommission setzt neue Schwerpunkte: Gesetze sollen konsequent auf ihre KMU-Tauglichkeit geprüft, der Zugang zu Krediten und Risikokapital soll verbessert, neue Märkte sollen erschlossen und Anreize für mehr Energieeffizienz gesetzt werden.

Inhaltlich will die EU unter anderem die grenzüberschreitende Tätigkeit von Risikokapital-Fonds erleichtern. Sie will auch rechtliche und steuerliche Bedingungen in der EU stärker vereinheitlichen, beispielsweise mit einem Vorschlag für eine gemeinsame Bemessungsgrundlage bei der Körperschaftsteuer. Daneben soll die Selbständigkeit attraktiver werden: Wer ein Unternehmen gründen will, soll weniger Zeit und Geld als bisher dafür aufwenden müssen; wer mit seinem Unternehmen scheitert, soll seine Restschulden nur noch höchstens drei Jahre lang tragen müssen, um so rasch eine zweite Chance wahrnehmen zu können.

Die Mitteilung der Kommission zieht auch Bilanz über das bisher Erreichte. Deutschland schneidet dabei in fast allen Bereichen sehr gut ab.

(Quelle: BMWi, EU-Kommission)