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Spanien investiert in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Madrid (28.10.2010) - Bereits seit Jahren setzt die spanische Politik mit zunehmendem Erfolg auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Der langfristige Investitionsplan der spanischen Regierung sieht vor, die Wirtschaft und insbesondere die Industrie in Richtung Nachhaltigkeit zu bewegen, wobei mit Mitteln von rund 20 Mrd. Euro vor allem die erneuerbaren Energien gefördert werden. Laut einer vom Fraunhofer-Institut durchgeführten Studie in den 27 EU-Mitgliedsstaaten über das Potenzial erneuerbarer Energien haben diese in Spanien die Kapazität, im Jahr 2020 mehr als 26 Prozent des Energieverbrauchs zu generieren. Dieses Resultat übertrifft das gesetzte Ziel der spanischen Regierung, 23 Prozent des Endenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien im Jahr 2020 zu decken.

In den genannten Bereichen bieten sich für technologieorientierte Unternehmen aus Deutschland beachtliche
Geschäftsmöglichkeiten. So ist nach einer Studie von Ernst & Young (Juni 2009) Spanien noch immer das
zweitattraktivste Land für Investitionen im Bereich der Solarenergie. Photovoltaikanlagen in Spanien sind
nach wie vor rentabel, auch wenn nach dem exponentiellen Wachstum im Jahr 2008 die spanische Photovoltaikbranche 2010 eine Phase der Anpassung durchläuft und konkret in der Photovoltaik mit einer Änderung der gesetzlichen Regelung sowie einem Rückgang der gegenwärtigen Tarifsätze ab Oktober 2010 zu rechnen ist. Im Bereich der solarthermischen Kraftwerke zur Stromgenerierung nimmt Spanien durch
gezielte Fördermaßnahmen und hohe Sonneneinstrahlung eine weltweite Spitzenposition ein.

Die Solarthermie für Heizungs- und Brauchwassererwärmung steht hingegen vor der Herausforderung, die
Dimensionierung und Qualität sowie die Wartung der Installationen zu standardisieren. Im Rahmen der
Überarbeitung des staatlichen Förderplans PER wird geprüft, welche neuen Anreizmodelle aufgenommen
werden sollen, um insbesondere den Einsatz großer Niedertemperatur-Solarthermieinstallationen zu fördern.

Dem spanischen Solarthermie-Verband ASIT zufolge sollen die Installationen nach ihrer Effizienz und nicht nach ihrer Quadratmeterfläche gefördert werden. In diese Richtung geht das im Mai 2010 verabschiedete Förderprogramm SOLCASA, bei dem das IDAE (Institut für Diversifikation und Einsparung von Energie) 5 Mio Euro zur Verfügung stellt. Förderprogramme einzelner Regionen, wie zum Beispiel der Plan „2009-2014“ in Andalusien, in dessen Rahmen bis 2013 1,3 Mio. m2 Kollektorflächen installiert werden oder der Plan Renove, in dessen Rahmen Hotels 400 Mio. Euro in Form von Darlehen zu günstigen Konditionen für Energieeinsparungmaßnahmen zur Verfügung stehen, unterstützen auch den seit einigen Jahren
wachsenden Markt für Großanlangen.

Des Weiteren kann die Geothermie als neuer Wachstumssektor in Spanien bezeichnet werden. Zwar ist der Markt bisher kaum erschlossen, doch dank des steigenden privaten und öffentlichen Interesses eröffnet der Bereich deutschen Anbietern attraktive Geschäftsmöglichkeiten. Zusätzlich stehen öffentliche Gelder zur finanziellen Unterstützung und Risikoabsicherung bei Neuerschließungen bereit.

Große Anstrengungen werden derzeit unternommen, um die Energieeffizienz in der Industrie zu verbessern. Um den Unternehmen Möglichkeiten zur Energieeffizienzsteigerung aufzuzeigen, werden bis zu 75 Prozent eines Energie-Audits bezuschußt. Daher ist auch in einem derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit Investitionstätigkeiten der spanischen Industrie zu rechnen, wobei vor allem Maßnahmen mit kurzen Amortisationszeiten durchgeführt werden. Neben der Industrie sind ebenfalls im Bereich der Energieeffizienz in Gebäuden aufgrund der verschärften Vorschriften, insbesondere der neuen spanischen Bauverordnung CTE (Código Técnico de la Edificación), in den nächsten Jahren Investitionen zu erwarten. So müssen sowohl bei Neubauten als auch bei Altbausanierungen Mindestanforderungen in Bezug auf Gebäudeisolierung und Beleuchtung erfüllt werden. Im gleichen Zug werden bei Heiz- und Klimaanlagen aufgrund der neuen Vorschriften zur Wärmedämmung in Gebäuden (Reglamento de Instalaciones Térmicas de los Edificios, RITE) die Anforderungen an die Energieeffizienz stetig erhöht. Es wird ein Anstieg der Nachfrage nach technologisch fortschrittlichen Anlagen in diesem Bereich erwartet.

Spanien zählt nach wie vor zu einem der weltweit dynamischsten und interessantesten Märkte für
regenerative Energien und bietet gute Absatzchancen sowie attraktive Rahmenbedingungen für hochwertige
deutsche Produkte und Technologien. Dies beweist unter anderem die starke Präsenz namhafter deutscher
Anbieter auf der letzten Edition der Messe Egética – Expoenergética 2009, die abermals vom 16. – 18.
Februar 2011 ihre Tore in Valencia
öffnen wird. Als offizieller Partner der Messegesellschaft Valencia steht die Deutsche Handelskammer für Spanien deutschen Unternehmen bei der operativen Abwicklung mit der Messegesellschaft und der Organisation ihres Messeauftrittes zur Verfügung. Aufgrund der positiven Akzeptanz des deutschen Gemeinschaftsstandes auf der Messe Egética – Expoenergética 2009 möchte
die Deutsche Handelskammer für Spanien auch im Jahr 2011 deutschen Unternehmen die Möglichkeit  bieten, sich im Rahmen eines Gruppenstandes zu präsentieren.

(Text: AHK Spanien)

Weitere Informationen zur EGÉTICA EXPOENERGÉTICA 2011, die vom 16. bis 18. Februar 2011 in Valencia stattfindet, erhalten interessierte Unternehmen unter: www.egetica-expoenergetica.com
Informationen bezüglich der Teilnahmebedingungen am deutschen Gemeinschaftsstand auf der EGÉTICA
EXPOENERGÉTICA erhalten Unternehmen von:

Beatriz Olias
Projektleiterin Markt- und Absatzberatung
Deutsche Handelskammer für Spanien
Avda. Pío XII, 26-28 | E-28016 Madrid | Spanien
Tel. (+34) 91 353 09 30 | Fax (+34) 91 359 12 13
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