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Neue Regionen Chinas für die bayerische Wirtschaft erschließen

München/China (19.07.2010) - Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel ist gestern in Begleitung einer 30-köpfigen bayerischen Wirtschaftdelegation aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie und Elektrotechnik nach Nordchina aufgebrochen.

Hessel: „Nordchina hat sich vom Zentrum der chinesischen Schwerindustrie zu einem hochmodernen Wirtschaftszentrum entwickelt. Die Dynamik der Region ist beeindruckend. Insbesondere die Entwicklungen in der Automobilindustrie sind für bayerische Unternehmer spannend, da der chinesische Automobilmarkt 2009 mit 13,8 Millionen verkauften Fahrzeugen einen neuen Rekord erreicht hat. Gerade bei den Themen Elektromobilität und alternative Antriebstechnologien wird Bayern eine technolo­gische Führungsrolle in Deutschland einnehmen. Hier können wir ein starker Partner Chinas sein.“
 
Auf ihrer siebentägigen Reise besucht die Wirtschaftsstaatssekretärin zunächst die chinesische Hauptstadt Peking und reist von dort weiter nach Tianjin sowie in die Provinz Liaoning. Das Bayerische Wirtschaftsministerium und die bayerische Repräsentanz in der Partnerprovinz Shandong pflegen bereits gute Kontakte zu wichtigen Wirtschaftsorganisationen der Region Liaoning. Diese sollen in persönlichen Gesprächen mit hochrangigen Vertretern der Provinz- und Stadtregierungen weiter vertieft und konkrete Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit ausgelotet werden. Neben politischen Gesprächen mit Regierungsvertretern stehen Besuche bei innovativen deutschen und chinesischen Unternehmen im Mittelpunkt der Reise. Die Delegation wird in Dalian das Werk von Siemens Sensors und Communications Ltd. und in Shenyang das Joint Venture von BMW und dem chinesischen Automobilhersteller Brilliance besichtigen. „Bayerisches Know-how ist in Nordchina bereits prominent vertreten. Mit der Reise möchte ich dem bayerischen Mittelstand den Weg ebnen, von der Dynamik dieser Region zu profitieren“, so Hessel.
 
Im ersten Quartal 2010 stieg China erstmals auf Platz 2 der bayerischen Handelspartner auf. Damit ist China Bayerns wichtigster Handelspartner außerhalb der EU. Das bilaterale Handelsvolumen belief sich 2009 auf über 18,3 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2010 weist das Außenhandelsvolumen Bayerns mit China eine besonders positive Entwicklung auf. So stieg die Ausfuhr Bayerns nach China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 64,4 Prozent, die chinesischen Einfuhren nach Bayern um 10,1 Prozent. Knapp 2 000 bayerische Unternehmen unterhalten Geschäfts­beziehungen nach China, rund 300 davon haben dauerhafte Vertretungen in China.