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Mehr Geld für Forschung und Innovation: KMU erhalten hohen Stellenwert

Brüssel (17.08.2010) - Die EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn hat angekündigt, dass im Jahr 2011 für Ausschreibungen im Siebten Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (RP7) 6,4 Milliarden Euro zur Verfügung stehen werden.

Dies ist ein Plus von 12 Prozent gegenüber 2010 und von 30 Prozent gegenüber 2009. Das Siebte Rahmenprogramm ist das Hauptinstrument der Europäischen Union für die Forschungsfinanzierung in Europa und hat eine Laufzeit von 2007-2013.

Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) haben eine besondere Priorität und erhalten ein Fördervolumen in Höhe von 800 Millionen Euro. Erstmals wird zudem für mehrere Bereiche eine sogenannte Budgetkontrolle eingeführt, die vorsieht, dass z. B. in den Bereichen Gesundheit, wissensgestützte Bio-Wirtschaft, Umwelt und Nanotechnologien bei bestimmten Themen 35 % auf den KMU-Bereich entfallen müssen. Mit diesem bislang größten Fördervolumen für das Siebte Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung sollen wissenschaftliche Grenzen überwunden, die Wettbewerbsfähigkeit Europas verbessert und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigt werden, wie der Klimawandel, Energieversorgungs- und Ernährungssicherheit sowie Gesundheit und Bevölkerungsalterung. Empfänger sind laut Kommission rund 16 000 Teilnehmer aus Forschungsorganisationen, Universitäten und der Industrie, darunter auch rund 3000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Zuschüsse werden im Rahmen allgemeiner Projektausschreibungen innerhalb der kommenden 14 Monate vergeben. Die ersten Ausschreibungen wurden bereits am 20. Juli 2010 veröffentlicht und sind unter http://cordis.europa.eu/fp7/dc/index.cfm abrufbar.

Die Bereitstellung dieses hohen Förderetats fügt sich in den Beschluss der Strategie „Europa 2020“ der
europäischen Staats- und Regierungschefs ein. Sie setzten Forschung und Innovation an die oberste Stelle
der europäischen Politikagenda und machten diese Themenfelder damit zu Schlüsselbereichen für
Investitionen in nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung.

(Quelle und weitere Informationen: EU-Rapid, Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 19.7.2010,
http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/10/966&format=HTML&aged=0&language=DE&
guiLanguage=en
)