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Marokko: 1000 und eine Möglichkeit für bayerische Unternehmen

Casablanca (15.09.2010) - Begleitet von einer hochrangigen 20-köpfigen Wirtschaftsdelegation reist Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel morgen zum ersten Mal in das Königreich Marokko.

Hessel: „Marokko galt unter Unternehmern, die sich mit dem arabischen Mittelmeerraum beschäftigen, lange als Geheimtipp. Durch die positive Entwicklung des Maghreblandes trotz Weltwirtschaftskrise hat sich die Wahrnehmung seines wirtschaftlichen Potenzials deutlich geändert. Die umfassenden wirtschaftspolitischen Reformen und die staatlichen Investitions­programme laufen ungebremst weiter. Sie machen Marokko zu einem der politisch und wirtschaftlich stabilsten Partner in der Region.“ Gerade in den Branchen Erneuerbare Energien, Kfz-Zulieferindustrie und Infrastruktur böten sich für bayerische Unternehmen attraktive Marktchancen.
 
Auf ihrer zweitägigen Reise besucht Hessel die Wirtschaftsmetropole Casablanca sowie die marokkanische Hauptstadt Rabat. Dort wird sie politische Gespräche in den Ministerien für Wirtschaft und Energie führen. „Gute wirtschaftliche Beziehungen zu arabischen Ländern verlangen einen starken persönlichen Einsatz. Nur aus Freundschaften entstehen partnerschaftliche Kooperationen. Der persönliche Kontakt zur marokkanischen Regierung ist mir daher besonders wichtig. Nur so können wir die bayerischen Unternehmen, die ein Engagement in der Region planen, bestmöglich unterstützen“, so Hessel. Neben Gesprächen mit dem marokkanischen Unternehmerverband CGM und der Regionalen Investitionsbehörde CRI wird die Delegation auch ein Werk von Leoni in der Nähe von Casablanca besuchen.
 
Durch das im Jahr 2000 geschlossene Assoziationsabkommen mit der EU hat Marokko den Grundstein gelegt für eine enge Anbindung an Europa. Die Freihandelszone soll bis 2012 schrankenfrei sein. Zudem übernimmt Marokko bereits schrittweise den Regelungsbestand der EU, der alle Rechte und Pflichten der EU-Länder beschreibt. Dies schafft eine hervorragende Basis für den Marktzutritt von Unternehmen aus der EU und aus Bayern. Im ersten Quartal 2010 lag Marokko nach Handelsvolumen auf Rang fünf der wichtigsten Handelspartner Bayerns in Afrika. Der deutliche Exportüberschuss Bayerns ergibt sich in erster Linie durch die Produktgruppen Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse. Nach deutlichen Zuwächsen der bayerischen Exporte nach Marokko um rund 30 Prozent in 2007, musste 2009 aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise ein leichter Exportrückgang von 5,6 Prozent hingenommen werden.