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Bayerns Wirtschaftsminister Zeil zieht positive Zwischenbilanz seiner Japan-Reise


München (18.11.2010) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil sieht nach seinen politischen Gesprächen in Tokio neue Anknüpfungspunkte für die bayerisch-japanische Zusammenarbeit in Wirtschaft und Wissenschaft.

„Gerade bei den Themen Energieeffizienz, E-Mobilität sowie der Rohstoffsicherung haben unsere Länder ähnliche Interessen und sind ideale Partner“, betonte Zeil nach den Treffen mit dem Vize-Wirtschaftsminister Hideichi Okada sowie Kiyoshi Shimizu, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Technologie. Vorstellbar wäre etwa eine intensivere Kooperation bei der Suche und Entwicklung von Alternativen zu den so genannten Seltenen Erden. „Erst vor kurzem hat der Freistaat eine interministerielle Arbeitsgruppe ‚Rohstoffstrategie’ eingesetzt, um der bayerischen Wirtschaft den Zugang zu Rohstoffen im Ausland zu erleichtern“, erwähnte Zeil in diesem Zusammenhang.
Bei seiner einwöchigen Japan-Reise besuchte Zeil zusammen mit seiner 50-köpfigen Wirtschaftsdelegation renommierte Forschungsinstitute in der Tsukuba Science City sowie zahlreiche Firmen. Besonders beeindruckt zeigte sich Zeil von Roboter-Technologie, die in japanischen Kliniken bereits erfolgreich in der Rehabilitation von Patienten eingesetzt wird. Beim Besuch von All Nippon Airways freute sich der Verkehrsminister über die hohe Flugauslastung von über 90 Prozent, die die japanische Fluggesellschaft auf ihrer erst im Juli eingerichteten täglichen Direktverbindung zwischen Tokio-Narita und München erzielt. „Damit verdoppelt sich die Passagier-Kapazität auf dieser Strecke und stärkt den Wirtschafts- und Tourismusstandort Bayern“, erklärte Zeil.
Auch die Ankündigung von Masami Yamamoto, Präsident von Fujitsu, das Engagement des japanischen Elektronikkonzerns im Freistaat nicht nur fortzusetzen, sondern sogar noch auszuweiten, begrüßte Zeil außerordentlich, vor allem vor dem Hintergrund, „dass Fujitsu schon heute mit der Entsendung von Wissenschaftlern an die Technische Universität München einen wichtigen Kooperationsbeitrag etwa im Bereich der Biotechnologie leistet“.
Bereits 1988 hat das Bayerische Wirtschaftsministerium seine Repräsentanz in Tokio eingerichtet, die erste von heute weltweit 22 Auslandsvertretungen. Bei seiner Japan-Visite eröffnete Zeil mit einem Sake-Anstich nun die neuen Räumlichkeiten der „Bayern-Botschaft“ und dankte Chefrepräsentant Christian Geltinger für sein Engagement zum Wohl der bayerischen Wirtschaft.