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Bayern in Kanada: Wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen

Québec (09.11.2010) - Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel starten morgen eine Delegationsreise nach Montréal (Québec / Kanada). Begleitet werden sie von einer über 60-köpfigen Delegation ...

aus politischen Vertretern, Geschäftsführern bayerischer Unternehmen, Vertretern bayerischer Institutionen sowie Wissenschaftlern. Schwerpunkte der Reise sind die Branchen Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik. Wissenschaftsminister Heubisch: „Erstmals reisen Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium zusammen in eine Partnerregion Bayerns. Gemeinsam mit den Partnern aus Québec wollen wir Projekte in den Bereichen Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrt anstoßen und voranbringen.“ Für den Ausbau der Kooperation mit Québec sieht Heubisch gute Chancen: „Die klare Ausrichtung auf Forschung, Innovation und Technologietransfer verbindet uns und macht Québec zu einem attraktiven Partner für Bayern.“ Hessel ergänzt: „Die große Resonanz von Wirtschaft und Wissenschaft auf diese Reise beweist, dass das Interesse an unserer Partnerregion Québec groß ist. Ich freue mich, den Dialog mit Québec fortführen zu können.“
 
Im Rahmen des Aufenthaltes wird Staatssekretärin Hessel wichtige Luft- und Raumfahrtunternehmen in Québec besuchen, darunter die Firmen CAE, Bombardier sowie Sonaca. Im Bereich Medizintechnik wird Hessel neben einem Gespräch mit Siemens Healthcare auch das Montréaler Universitätsklinikum CHUM besuchen. „Das CHUM, ebenso wie auch einige weitere Krankenhäuser der Region, planen große Erweiterungsinvestitionen. Darüber werden wir uns intensiv austauschen. Erst im Juli 2010 hat das Bayerische Wirtschaftsministerium einige hochrangige Vertreter von Krankenhäusern aus unserer Partnerregion empfangen, die sich über die Kompetenzen des Medizintechnikstandortes Bayern persönlich informiert haben. Hier wollen wir anknüpfen und den begonnenen Austausch weiter vertiefen“, betont Hessel. Im Rahmen der Reise wird Minister Heubisch mehrere wissenschaftliche Kooperationen vereinbaren: Zum einen ein Kooperationsabkommen zwischen der Université de Naval und der Graduate School of Advanced Optical Technologies der Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Schwerpunkt auf Kooperation in der Forschung. Zum anderen zwischen der ENA – École nationale d’aérotechnique und der Hochschule Augsburg mit dem Schwerpunkt auf Kooperation in der Lehre. Außerdem fällt der offizielle Startschuss für eine Kooperation der McGill University, der Technischen Universität München und Bombardier im Bereich der Materialwissenschaften.
 
Bayern pflegt traditionell enge politische und wirtschaftliche Kontakte mit Kanada, insbesondere mit der Partnerregion Québec. 2009 jährte sich die Partnerschaft der Provinz Québec mit dem Freistaat Bayern zum 20. Mal. „Es gibt wenige so aktive und vielfältige Partnerschaften, wie die des Freistaats Bayern mit der Region Québec. Mehr als 450 Projekte sind in den Bereichen Wirtschaft, Technologie, Wissenschaft, Politik, Bildung und Kultur seit 1989 gemeinsam erfolgreich durchgeführt worden“, erklären Heubisch und Hessel. Über 1 200 bayerische Firmen pflegen Geschäftsbeziehungen mit Kanada, davon unterhalten rund 260 eigene Niederlassungen. Das bayerisch-kanadische Handelsvolumen hat sich nach dem Krisenjahr 2009 wieder etwas erholt. Im ersten Halbjahr 2010 lagen die bayerischen Importe bei 371 Millionen Euro (+33,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum), die bayerischen Exporte bei 656 Millionen Euro (+21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Damit rangiert Kanada derzeit auf Platz 25 der wichtigsten Außenhandelspartner Bayerns.