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So war´s: Mit Herz und Verstand gute Geschäfte mit den Nachbarländern

Ingolstadt (20.10.2009) - So war´s: Österreich, die Schweiz und Tschechien sind wichtigste Exportpartner.

So war´s: Mit Herz und Verstand gute Geschäfte mit den Nachbarländern

 

In Wien heißen die Wiener Würstchen Frankfurter, die Schweizer lieben es nicht, wenn Gäste ihren Dialekt imitieren und in Tschechien genießt die Person absoluten Vorrang vor der Sache – ein Minimum an solch interkulturellem Verständnis müssen bayerische Handwerker mitbringen, wollen sie mit ihren nächsten Nachbarn in Europa erfolgreich Geschäfte anbahnen. Ob interkulturelles Management, Steuerrecht, Gewerberecht oder Arbeitsrecht – Handwerker, die zu unseren nächsten Nachbarn Österreich, Tschechien oder Schweiz Geschäftskontakte suchen, sind gut beraten, wenn sie sich auf dieses neue Geschäftsumfeld gründlich vorbereiten. Daher hat Bayern Handwerk International (BHI) nach Aschaffenburg, Augsburg und Ingolstadt Handwerker eingeladen, um sie für potentielle Kunden in der nächsten Nachbarschaft fit zu machen. Die zuständigen Auslandshandelskammern informierten die Besucher über die kulturellen und rechtlichen Besonderheiten in ihren Ländern. Die BHI-Außenwirtschaftsberater Ewald Denzler, Karin Mai und Miroslava Tomanova gaben einen Überblick über die wichtigsten gewerberechtlichen Fallstricke beim Arbeiten über die Grenze. Die drei Workshops münden 2010 in unmittelbaren Kontakten mit möglichen Geschäftspartnern in den Nachbarländern.
 
„Ich freue mich, dass der Freistaat Bayern die herausragende Bedeutung des Exports zu unseren nächsten Nachbarn in Europa erkannt hat und jedes „Projekt Markteinstieg“ mit 1.000 Euro fördert“, sagte BHI-Geschäftsführer Andreas Gfall im Workshop in Ingolstadt. Mit mehr als 100 Teilnehmern hat die „Geschäfts- und Kooperationsbörse für bayerische Unternehmen“ einen guten Start hingelegt. „Gerade in diesen Zeiten wirtschaftlicher Krise sind die direkten Nachbarländer in den Fokus kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe gerückt“, sagte Mirjam Schwan, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer. Tschechien rücke als Nachbarmarkt immer mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Nicht nur in den traditionellen Branchen wie Maschinenbau und Automobil sieht sie interessante Chancen für bayerische Handwerksbetriebe. Tschechien setze zunehmend auf innovative Technologiefelder. So fördere der Staat Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Bau und Innenausbau seien zunehmend gefragt. Vor konkreten Geschäften seien allerdings ausführliche Informationen für die bayerischen Handwerksbetriebe eine Forderung der Auslandshandelskammer. Nur so ließen sich Fehler vermeiden ob beim Vertriebsnetz oder der Vorbereitung im eigenen Betrieb. „Wir setzen auf eine sehr individuelle Betreuung der Firmen“, versicherte sie. Auf der Internationalen Maschinenbaumesse in Brünn würden im September 2010 nach einem entsprechenden Auswahlverfahren im Rahmen der Kooperationsbörse die bayerischen Betriebe ihre potentiellen tschechischen Partner treffen.
 
„Im März 2010 werden auf der Welser Energiesparmesse die Interessenten aus Bayern ihre möglichen Partner aus Österreich kennen lernen“, sagte Florian Höland, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der deutschen Handelskammer in Österreich. Das Handwerk sei eine Kernbranche für Österreich. „Als Außenhandelskammer bieten wir den Betrieben Basisinformationen“, auf die man aufbauen könne. 40 Interessenten habe er in den Workshops bereits für Österreich gewinnen können. „Wir nehmen alle Firmen auf, die exportfähig sind, wo wir Chancen sehen und verknüpfen sie individuell mit Partnern aus der Schweiz“, so Daniel Heuer von der Handelskammer Deutschland-Schweiz. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen seien die wichtigsten deutschen Partner für die Schweiz. Die Qualität von „made in germany“ genieße insbesondere im Maschinen- und Zulieferbereich international besten Ruf. Wichtig sei auch die kulturelle Nähe im Unternehmensbereich. „Der tüftelnde deutsche Handwerksmeister, der spricht halt dem Schweizer aus dem Herzen“.
 
(Bildunterschrift: Daniel Heuer, Mirjam Schwan und Florian Höland (v.l.), Vertreter der Auslandshandelskammer der Schweiz, Tschechiens und Österreichs führen bayerische Handwerksbetriebe und ihre potentiellen Geschäftspartner in einer Kontaktbörse zusammen. Foto: BHI)