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Erleichterte Exportfinanzierung in der Finanzkrise

Berlin (16.09.2009) - Auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie steht der von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders betroffenen Exportwirtschaft nun eine neue Möglichkeit zur erleichterten Refinanzierung offen.

Die EU-Kommission hat das entsprechende Refinanzierungsprogramm gestern genehmigt. Mit der Durchführung des Programms wird die KfW beauftragt. Diese wird den Banken für die Finanzierung von Exporten langfristige Refinanzierungsmittel zur Verfügung stellen. Der Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg: "Ich freue mich, dass die heutige Entscheidung der EU-Kommission den Weg für eine erleichterte Refinanzierung von Exporten frei macht. Schon jetzt können sich die deutschen Exporteure und ihre Banken mit Hermesdeckungen bei uns gegen Zahlungsausfälle der ausländischen Besteller versichern. Sie stoßen aber auf große Schwierigkeiten bei der Mobilisierung langfristiger Exportkredite. Wir haben daher ein Programm entwickelt, das den Banken Liquidität und damit zusätzliche Spielräume für die Exportfinanzierung eröffnen kann."

Nach diesem Programm refinanziert die KfW von Geschäftsbanken vergebene hermesgedeckte Kredite, die der Finanzierung von Exporten dienen. Kreditnehmer ist dabei der ausländische Besteller des deutschen Exportgutes. Die refinanzierten Exportkredite werden entweder von einer Bank neu vergeben oder es sind bereits vollständig ausgezahlte Bestandskredite. Soweit die KfW Bestandskredite refinanziert, sind die Banken verpflichtet, die von der KfW bereitgestellte Liquidität dafür zu nutzen, neue Exportkredite auszureichen. Damit stellt die Bundesregierung sicher, dass die KfW-Mittel auch tatsächlich der Finanzierung von Exporten deutscher Unternehmen zugute kommen.Die KfW stellt für das Programm eine Anschubfinanzierung von zunächst 1,5 Mrd. EUR bereit. Die Genehmigung der EU gilt vorerst für 6 Monate. Eine Verlängerung des Programms bis zum 31.12.2010 ist geplant.

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