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Ausbau der bayerisch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen angestrebt

Budeapest (09.04.2008) - Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller ist heute zu politischen Gesprächen nach Budapest gereist.

Ziel der Reise ist es, mögliche Projekte für bayerische Unternehmen auszuloten. „Ich möchte bei meinen ungarischen Gesprächspartnern insbesondere Fragen der Energie- und Verkehrspolitik sowie die Möglichkeit der Beteiligung bayerischer Unternehmen an Projekten in Ungarn ansprechen“, so Müller vor ihrer Abreise. Begleitet wird Müller von einer 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation mit Vertretern der Bauindustrie, des Banken- und Dienstleistungssektors sowie von Kammern und Verbänden.

Ungarn erhält in den Jahren 2007-2013 voraussichtlich ca. 25 Mrd. Euro EU-Fördergelder, die vor allem in den Infrastrukturausbau und die regionale Entwicklung fließen sollen. „Hier sehe ich beispielsweise für unsere Bauunternehmen große Potenziale. Entscheidend ist, dass wir unsere sehr guten Beziehungen stetig weiter ausbauen – sowohl auf politischer Ebene, als auch auf Ebene der Unternehmen“, betonte Müller. Sie wird bei ihrem Besuch in Budapest unter anderem mit dem ungarischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Csaba Kákosy und dem Minister für Kommunales und Regionalentwicklung Gordon Bajnai zu Gesprächen zusammentreffen.

Ministerin Müller nimmt daneben an der offiziellen Eröffnungsveranstaltung der Baumesse CONSTRUMA teil, auf der der Freistaat mit einem Bayernstand und 20 bayerischen Aussteller sehr gut vertreten ist. Abgerundet wird der Besuch durch den traditionellen ‚Bayerischen Abend’ in Budapest. Daran wird auch Wirtschaftsstaatssekretär Markus Sackmann teilnehmen. Sackmann übernimmt am zweiten Tag die Delegationsleitung und wird morgen mit dem Bürgermeister des Budapester XVIII. Bezirks Dr. László Mester und dem ungarischen Staatssekretär für Arbeit und Soziales Gábor Simon Gespräche führen. Hintergrund ist dabei auch die Städtepartnerschaft zwischen Roding und dem XVIII. Bezirk Budapests.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Republik Ungarn und dem Freistaat Bayern haben sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. Das bilaterale Handelsvolumen belief sich im Jahr 2007 auf 9,6 Mrd. €, wobei 4,7 Mrd. € auf die bayerischen Ausfuhren entfielen. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 6,6 %. Die Importe aus Ungarn nach Bayern stiegen in demselben Zeitraum um 18 % auf 4,9 Mrd. €. Bayern ist mit fast 30 % am deutsch-ungarischen Außenhandel beteiligt. Ungarn ist der zweitwichtigste Handelspartner Bayerns unter den neuen EU-Ländern.