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Wirtschaftsspionage: Was im Auslandsgeschäft auf schwierigen Märkten zu beachten ist

München (02. November 2006) - Das Thema Wirtschaftsspionage hat nichts von seiner Brisanz verloren. Dies gilt ganz besonders im Zusammenhang mit Ländern wie Russland und China,

in denen eine intensive Tätigkeit der Inlandsnachrichtendienste besteht und die sich in den letzten Jahren gleichzeitig zu wichtigen Zielmärkten der bayerischen Wirtschaft entwickelt haben. Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz informierte den Außenwirtschaftsausschuss der IHK über die Problematik der Wirtschaftsspionage im Ausland.

Die stärksten Ansatzpunkte für ausländische Nachrichtendienste bieten sich in der elektronischen Überwachung der Kommunikation sowie in der Kontrolle von Dolmetschern und Übersetzern. Für bayerische Unternehmen, die in sensiblen Ländern vor Ort geschäftlich tätig sind, gibt das Bayerische Landesamt folgende Empfehlungen:

  • Bei kritischen oder vertraulichen Verhandlungen ausschließlich eigene Dolmetscher verwenden.
  • Ausländische Geschäftspartner nur gezielt nach Bayern einladen und darauf achten, dass auch nur die Personen nach Bayern kommen, die wirklich eingeladen wurden.
  • Visaanträge unbedingt gründlich und korrekt ausfüllen.
  • Bei Kontakten mit ausländischen Konsulaten möglichst wenig firmenspezifische Informationen angeben.
  • Im Gastland die Landesgesetze unbedingt beachten und einhalten.
  • Im Gastland bei längeren Aufenthalten ggf. wechselnde Hotels benutzen.
  • Wichtige Informationen und Datenträger niemals im Hotelsafe aufbewahren. In den meisten Hotels der Gastländer sind die Codierungen der Hotelsafes dem Geheimdienst bekannt und zugänglich.
  • Vorsicht bei Dienstleistungsunternehmen, die z. B. Installationen vornehmen. Es handelt sich dabei häufig um Tarnfirmen, die Abhörungsanlagen installieren.
  • Bei allen Besprechungen mit sensiblen Inhalten sollten Mobiltelefone nicht zugelassen werden, da sie leicht als Aufzeichnungsgeräte umgebaut werden können.
  • Niemals zur Kommunikation fremde Mobiltelefone verwenden. Im Zweifelsfall im Moment lieber auf Telekommunikation mit dem Handy verzichten und später über das Internet telefonieren. Internettelefonate lassen sich nur mit extrem großen Aufwand abhören.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen oder ein Sensibilisierungsgespräch ist das Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz
Homepage: www.verfassungsschutz.bayern.de.

  • Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen: Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz, Knorrstr. 139, 80937 München, Tel.: 089/31201-500, Fax: 089/31201-380, Mail: poststelle@lfv.bayern.de