Aktuelles > Verschärfung der Annahmebedingungen für Luftfrachtsendungen

Hinweis:
Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Verschärfung der Annahmebedingungen für Luftfrachtsendungen

Offenbach (19. Januar 2006)

Verschärfung der Annahmebedingungen für LUFTFRACHTSENDUNGEN ab 01.02.2006 in Umsetzung der EU-Verordnung 2320/2002, Regelung durch das Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG)

Ziel der neuen Regelung ist die Steigerung der Luftsicherheit in der Zivil-Luftfahrt. Wegen der kurzen Frist, und weil es in der verbleibenden Zeit für die Betroffenen noch etwas zu tun gibt, stellen wir Ihnen diese einzelne Mitteilung zur Verfügung. Grund ist auch, dass es bisher nur wenige Informationen über die anstehenden Änderungen gab und deren Tragweite wohl erst in diesen Tagen richtig erkannt wurde. Das Ergebnis wird eine wesentliche Verschärfung der Behandlungsmethoden für abgehende Luftfrachten sein.

Einführung des Begriffes des Reglementierten Beauftragten (ab 01.02.2006)
Alle Dienstleister, die direkt etwas mit dem Luftfrachtgeschäft zu tun haben, müssen sich beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) als 'Reglementierte Beauftragte' registrieren lassen. Firmen in diesem Sinne sind: Airlines mit Luftfrachtgeschäft, Speditionen, Transportunternehmen, Frachtführer, Kurierdienste und andere, in diesem Bereich tätige Dienstleistungsunternehmen. Weil die Neuregelung äußerst kurzfristig ansteht, wird es nach dem Stichtag 01.02.2006 eine Übergangsfrist bis zum 31.07.2006 geben, während der die beim LBA registrierten 'Reglementierten Beauftragten' sich in Ausrüstung und interner Organisation auf die Anforderungen einstellen können, die im Sinne der Registrierung zu erfüllen sind.

Wichtige Übergangsvereinfachung mit Handlungsmöglichkeit bis 31.01.2006!
Firmen, die 'Reglementierte Beauftragte' werden wollen oder aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit werden müssen, haben die Option, sich bis zum 31.01.2006 beim LBA eine 'vorläufige Zulassung' zu besorgen. Diese vorläufige Zulassung soll, wie wir hörten, später automatisch in die endgültige Zulassung übergehen, ohne dass das gesamte Verfahren noch einmal durchlaufen werden muss. Außerdem werden die vorläufige Zulassung und die spätere Umwandlung in die endgültige Zulassung voraussichtlich ohne Entgelt erteilt, während das ab 01.02.2006 praktizierte Verfahren vermutlich entgeltpflichtig sein wird. Es wird allen Unternehmen empfohlen, von diesem Instrument Gebrauch zu machen.

Die Luftfracht versendende Wirtschaft bekommt ebenfalls mehr Verwaltungsaufwand (ab 01.02.2006)
Der 'Reglementierte Beauftragte' wird in die Pflicht genommen, seine mehr oder weniger ständige Kundschaft anzuschreiben und von jeder Firma, die Luftfracht zu versenden hat, bis 01.02.2006 eine 'Sicherheitserklärung' einzufordern. Insgesamt gibt es vier verschiedene Sicherheitserklärungen:


- Sicherheitserklärung des Bekannten Versenders
- Sicherheitserklärung des Bekannten Postversenders
- Sicherheitserklärung zum Lufttransport für Transplantate
- Sicherheitserklärung Bestattungsinstitut (Selbstanlieferer)


Mit der Abgabe einer der Sicherheitserklärungen wird der Kunde im Sinne der Begriffswelt dieser Regelung des Luftfrachtverkehrs zum 'Bekannten Versender'. Wichtig: Hat ein Unternehmen der verladenden Wirtschaft mehrere Dienstleister für seine Luftfracht, muss es pro Dienstleister je eine Sicherheitserklärung abgeben.

Bis zum Ende der Übergangsfrist müssen die Reglementierten Beteiligten beim LBA einen Luftfracht-Sicherheitsplan zur Genehmigung einreichen. Dieser Plan wird in dem schon erwähnten, zurzeit beim LBA in Überarbeitung befindlichen Leitfaden ansatzweise veröffentlicht. Die vollständigen Sicherheitspläne und die Fragen nach der Ausbildung der Sicherheitsbeauftragten werden erst im Verlauf der Übergangsfrist (bis Ende Juli dieses Jahres) herausgebracht bzw. beantwortet.

Wer einen Antrag zur Erteilung einer vorläufigen Zulassung zum Reglementierten Beauftragten Fracht/Postdienstleister stellt, kann - sofern das Unternehmen über Niederlassungen verfügt - zunächst nur einen Antrag stellen und darin die Niederlassungen auflisten. Darüber hinaus können der Sicherheitsbeauftragte und sein Stellvertreter zunächst ebenfalls für das gesamte Unternehmen benannt werden.

(Quelle: Newsletter International der Industrie- und Handelskammern Darmstadt, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Offenbach am Main)

Nähere Informationen erhalten Sie bei den Mitarbeitern Ihrer IHKs und Handwerkskammern!