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Investitionsbedingungen in Uruguay

Montevideo (06. November 2006) - Warum investieren in Uruguay ? - Nun, Uruguay stellt das geographische Zentrum eines Marktes dar,

der mit mehr als 215 Mio. Einwohnern über das höchste Pro-Kopf-Einkommen des Kontinents und ein Bto.-Inlandsprodukt über 1 Billionen US-Dollar verfügt.  

Uruguay hat ein weites und breitgefächertes Kommunikationsnetz, das zusammen mit der Wettbewerbsfähigkeit seiner finanziellen Leistungen und der Infrastruktur als Stütze für betriebliche Aktivitäten den Zugang zur Hauptachse der Geschäfte innerhalb des MERCOSUR, aber auch für Projekte mit anderen Regionen und Länder der Welt, erleichtert. Gerade in der IT-Technologie nimmt Uruguay einen Spitzenplatz in Südamerika ein.

Gleichbehandlung

Der Schutz in- und ausländischer Investitionen ist von nationalem Interesse und per Gesetz als Staatsaufgabe festgehalten. Ausländische Investoren genießen die gleichen Rechte und Pflichten wie inländische, es findet somit eine Gleichbehandlung statt. Konkret bedeutet dies, dass es keiner besonderen Genehmigung zur Gründung von Unternehmen, zur Ein- und Ausfuhr von Waren, zu Banktransaktionen in jeglicher Währung oder zur Kreditaufnahme bedarf.

Es gibt in Uruguay mehrere Freihäfen sowie Freihandelszonen, in denen die dort ansässigen Unternehmen eine Reihe von Vergünstigungen erfahren. Freizonen sind von dem nationalen Territorium isolierte Gebiete, also vom übrigen Zollgebiet abgegrenzte Flächen, in denen Wirtschaftsaktivitäten nach einem besonderen Muster ablaufen: innerhalb der Freizone können Waren ohne Zollformalitäten befördert werden.

Freizonen

In Uruguay erfreuen sich diese Zonen spezieller Wirtschaftsformen nicht nur gewisser zolltariflicher Ausnahmen, sondern sind zudem von den Bestimmungen über staatliche Monopole befreit. Dieser Aspekt unterscheidet die uruguayischen Freizonen von der Mehrheit der in der Welt bestehenden Freizonen, die sich für gewöhnlich nur durch besondere zolltarifliche Bestimmungen und finanzielle Befreiungen auszeichnen.

In den Freizonen Uruguays dürfen grundsätzlich alle industriellen und gewerblichen Tätigkeiten und Dienstleistungen ausgeübt werden. Den Zollbestimmungen entsprechend erfolgen Wirtschaftsaktivitäten in einer Freizone außerhalb des nationalen Territoriums und demnach werden in ihr Nichtgemeinschaftswaren für die Erhebung der Abgaben und Anwendung der handelspolitischen Maßnahmen als noch nicht im Zollgebiet befindlich angesehen. Erst die Einfuhr der Güter aus der Freizone in eine Nicht-Freizone entspricht einem Import, bei dem die entsprechenden Abgaben und Steuern gemäß der vorherrschenden, staatlichen Bestimmungen anfallen.

Keine steuerlichen Belastungen

Die in die Freizone eingeführten Handelswaren, Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen – egal welchen Ursprungs – sind von jeglichen steuerlichen Belastungen, die sich normalerweise beim Import ergeben, ausgenommen.Einfuhrabgaben werden grundsätzlich erst erhoben, wenn die Waren in den Wirtschaftskreislauf des Binnenmarktes bzw. der Nicht-Freizone gelangen.

Die beschriebenen zolltariflichen und steuerlichen Ausnahmen lassen die Freizonen Uruguays zu wahrhaftigen Finanzparadiesen werden, insbesondere für ausländische Unternehmer. Gerade deutsche Unternehmen profitieren zudem von dem zwischen der Bundesrepublik und Uruguay abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen.

Ein weiterer gravierender Unterschied zu den meisten anderen südamerikanischen Staaten ist die vorherrschende politische und ökonomische Stabilität Uruguays, die das Investitionsrisiko deutlich überschaubarer machen.Zudem spricht der offene und kosmopolitische Charakter der Gesellschaft für das Land.

Autorin: Irene Recknagel-Pesce, Servicios Comerciales / Kommerzielle Dienste, Cámara de Comercio Uruguayo-Alemana, Deutsch-Uruguayische Handelskammer, Pza. Independencia 831, ofic. 201 (Edif. Plaza Mayor), UY-11100 Montevideo, Uruguay, Tel.: (+598 2 ) 901 1803  # 114  /  Fax: 908 5666, www.ahk-uruguay.com