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Huber: "Dreizehnter Exportrekord Bayerns in Folge zum Greifen nahe"

München (20. September 2006) - Die bayerische Exportwirtschaft hat im ersten Halbjahr 2006 nochmals an Tempo zugelegt.

Mit rund 68,5 Milliarden Euro wurde von Januar bis Juni der Ausfuhrwert des Vorjahreszeitraums um 11 Prozent übertroffen. Der dreizehnte Exportrekord in Folge ist für die bayerische Wirtschaft damit zum Greifen nahe. Auch die Exportquote der Industrie im Freistaat kletterte mit 46,9 Prozent auf ein neues Allzeithoch (Deutschland: 42,3 Prozent). Das beweist: Die bayerische Produktpalette ist international gefragt und im globalen Wettbewerb hervorragend aufgestellt, die bayerische Außenwirtschaftspolitik eine Erfolgsstory', kommentierte Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber die neuesten Daten der bayerischen Außenhandelsstatistik für das erste Halbjahr 2006.

'Auch wenn sich die Auftragseingänge im zweiten Quartal 2006 mit einem Plus von 10,2 Prozent nicht mehr ganz so stürmisch entwickelten wie im ersten Vierteljahr (+ 22 Prozent) bleibt die bayerische Exportwirtschaft auf Wachstumskurs. In der Jahresendabrechnung könnten Ausfuhrerlöse von rund 140 Milliarden Euro stehen.'

Weltweit wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte waren auch in den ersten sechs Monaten 2006 die USA mit einem Anteil am Gesamtexport von 12 Prozent. Die Ausfuhren dorthin nahmen um 10,7 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro zu. Noch stärker, nämlich um 11,7 Prozent, erhöhten sich im ersten Halbjahr die Lieferungen Bayerns in die EU-Mitgliedsstaaten. Sie erreichten mit 42,2 Milliarden Euro einen Anteil an den bayerischen Gesamtausfuhren von mittlerweile 61,6 Prozent. 'Beinahe zwei Drittel unserer Exporte gehen in die Europäische Union. Das macht deutlich, welche wohlstands- und wachstumsfördernde Dimension das Projekt Europa für Bayern mittlerweile hat', so Minister Huber. Auf die Länder der Eurozone entfielen dabei Waren im Wert von 27,8 Mrd. Euro (+ 10,5 Prozent), was einem Anteil von 40,6 Prozent entspricht.

Unter den weltweit wichtigsten Abnehmerländern rangierten die EU-Partner Italien und Österreich auf den Plätzen zwei und drei. Die Ausfuhren dorthin erhöhten sich weit überdurchschnittlich um 14,2 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro (Anteil 9,2 Prozent) bzw. um 19,6 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro (Anteil 8,3 Prozent).

Die höchsten Zuwächse wiesen mit 35,3 Prozent die Ausfuhren nach China auf. Waren im Wert von 2,3 Mrd. Euro wurden im ersten Halbjahr 2006 ins Reich der Mitte geliefert, das entspricht einem Handelsanteil von 3,3 Prozent. Im Gegensatz dazu war das Japan-Geschäft um fast 16 Prozent rückläufig. Stark zulegen konnten auch die Exporte in die neuen EU-Mitgliedsländer Polen (+ 24,4 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro) und Tschechien (+ 23,8 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro). Erneut ü-berproportional expandierten zudem die Ausfuhren in die nicht zur EU gehörenden Länder Mittel- und Osteuropas. Bei einem Anstieg um 14,2 Prozent flossen Waren im Wert von 2,6 Milliarden Euro dorthin (Anteil 3,9 Prozent). Die gleiche Zuwachsrate wiesen die Ausfuhren in die arabischen Staaten auf. Sie vereinen mittlerweile ein Exportvolumen von 1,4 Milliarden Euro auf sich (Handelsanteil: 2,1 Prozent).

Unter den Exporten dominierten auch im ersten Halbjahr 2006 Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse mit einem Anteil von insgesamt zwei Drittel (66,1 Prozent). Auf Rang eins standen erneut die Fahrzeuge (Anteil 33 Prozent), deren Ausfuhr sich gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich um 14 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro erhöhte. Mit einer Expansion um 7,7 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro bildeten die Maschinen die zweitwichtigste Gütergruppe des bayerischen Exports (Anteil 17,4 Prozent). Dahinter rangierten mit einem Anteil von 15,7 Prozent die elektrotechnischen Erzeugnisse, die das Vorjahresergebnis mit 10,8 Milliarden Euro um 6 Prozent übertrafen.

Die Einfuhren nach Bayern erhöhten sich zwischen Januar und Juni 2006 um 14,9 Prozent auf 55,1 Milliarden Euro. Damit beläuft sich der Ausfuhrüberschuss im ersten Halbjahr 2006 auf 13,4 Milliarden Euro.