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Going Europe: Dienstleistungsunternehmen machen sich fit für die Internationalisierung

München (30. März 2006) - Bisher wurde der Export von Dienstleistungen von den Medien und auch von der Politik vernachlässigt.

Dass sich dies zumindest in der bayerischen Politik ändern wird, versprach Bayerns Wirtschaftsminister Huber am gestrigen Mittwoch auf der Veranstaltung „Going Europe! Marktchancen für Dienstleistungsunternehmen in Europa“ der bayerischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) in München.

Erfahrene Geschäftsleute geben wertvolle Tipps

Über 200 Teilnehmer informierten sich über ihre Chancen im Auslandsgeschäft und über erfolgreiche Internationalisierungsstrategien. Rund ein Viertel der anwesenden Unternehmer hat bereits Geschäfte mit dem Ausland getätigt. „Dienstleistung ist ein face-to-face Geschäft, Kontakte sind in dieser Branche enorm wichtig“, betonte Dr. Manfred Gößl, Geschäftsführer International der IHK München. Wie sich aber in der Diskussion herausstellte, ist es zwar relativ einfach, Kontakte zu knüpfen, jedoch ziemlich schwer, diese ohne konkrete Geschäftsvorhaben für die Zukunft zu erhalten. Dazu kam ein wertvoller Tipp von zwei Teilnehmern, die ihre Erlebnisse im Auslandsgeschäft schilderten: So gebe es nach deren Schilderung beispielsweise in Wien bestimmte Kneipen, in denen sich die Geschäftsleute verschiedener Branchen zur Kontaktpflege regelmäßig treffen.

Immer noch Hemmnisse bei Dienstleistern

Seit Jahren rangiert die deutsche Wirtschaft mit ihren Warenexporten an der Weltspitze. Dagegen tun sich Dienstleistungsunternehmen mit dem Schritt über die Grenzen noch immer schwer. So tragen die Dienstleistungen bisher lediglich 13 Prozent zum deutschen Gesamtexport bei. In den USA und Großbritannien liegt der Anteil inzwischen bei rund 30 Prozent. Dieses noch ungenützte Export- und Wachstumspotenzial für Dienstleistungen „Made in Germany“ muss nach Ansicht von Reinhard Dörfler, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), schnell geschlossen werden, denn „verschenkte Wachstumschancen bedeuten immer auch verschenkte Möglichkeiten, neue Jobs zu schaffen“.

Druckfrische Neuauflage des Exportratgebers!

Zeitgleich zur Veranstaltung legte der BIHK eine aktualisierte Version des stark nachgefragten „Export-Ratgeber für unternehmensnahe Dienstleister in Bayern“ auf, der als Leitfaden für Dienstleistungsunternehmen dient, die ihre Leistungen auf Auslandsmärkten erstmals oder verstärkt anbieten möchten. Den Ratgeber können Sie hier oder im Anhang rechts direkt herunterladen!