Aktuelles > Vorsicht bei Chinareisen aufgrund von Lieferanfragen aus China

Hinweis:
Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Vorsicht bei Chinareisen aufgrund von Lieferanfragen aus China

Peking (07. September 2005)

In jüngster Zeit mehren sich beim AHK Büro Peking Anfragen deutscher Unternehmen zu Lieferanfragen aus Südchina und dort insbesondere der Provinz Hainan. In diesen Anfragen wird regelmäßig von den unter verschiedenen Firmennamen agierenden Absendern eine konkrete Bestellung größeren Umfangs in Aussicht gestellt. Zur Besprechung und dem als wahrscheinlich dargestellten Abschluss eines entsprechenden Vertrages werden die deutschen Empfängerfirmen zugleich gebeten, kurzfristig nach Südchina zu reisen.

In zumindest einem Fall folgte ein deutsches Unternehmen dieser Aufforderung, woraufhin es dann in Hainan auch zu einem Vertragsabschluss kam. Unmittelbar danach wurde dem deutschen Verkäufer von der chinesischen Seite nahegelegt, zur Feier der Vereinbarung in ein von der chinesischen Seite ausgesuchtes Restaurant zum Essen einzuladen. Die dabei angefallene und von der deutschen Seite beglichene Restaurantrechnung belief sich schließlich auf etwa zweitausend Euro, was weit über dem wahren Wert des Essen gelegen haben dürfte.
Nach diesem Essen ist es dem deutschen Unternehmen nicht mehr gelungen, Kontakt zu den vermeintlichen chinesischen Käufern aufzunehmen. Mit einer Umsetzung des Vertrages kann nicht mehr gerechnet werden. Nachforschungen zum chinesischen Käufer haben ergeben, dass dieses Unternehmen nicht existiert. Der dem deutschen Unternehmen durch die Reise nach Hainan entstandene Gesamtschaden beträgt mehrere tausend Euro.

In einem anderen Fall wurde ein deutsches Unternehmen schon bei der ersten Anfrage aufgefordert, 5.000 Euro für die zu erwartende Restaurantrechnung mitzubringen, woraufhin das deutsche Unternehmen von der Reise Abstand genommen hat.

Wenngleich selbstverständlich der Großteil geschäftlicher Anfragen aus China seriös sind, ist zu befürchten, dass gegenwärtig eine berufsmäßig agierende Gruppe in Hainan versucht, auf diese Weise ausländische Firmen zu betrügen. Das AHK-Büro Peking rät daher dringend zur besonderen Vorsicht bei derartigen Anfragen.

Das AHK-Netzwerk in China kann die Existenz chinesischer Unternehmen überprüfen. Dies ist bei neuen Geschäftskontakten zu noch nicht persönlich bekannten chinesischen Unternehmen sehr empfehlenswert.

  • Kontakt bei der AHK Beijing: info@bj.china.ahk.de. Die AHK-Büros haben einen Hinweis in ihre Website aufgenommen und bieten die Prüfung an (www.china.ahk.de – Business News & Information)

(Quelle: Aktuelle Informationen, IHK Stuttgart)