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Huber: "Bayerische Exporte vor zwölftem Rekord in Folge"

München (08. Dezember 2005)

Bayerns Wirtschaftsminister zur Exportentwicklung im ersten Dreivierteljahr 2005:
Die bayerische Exportwirtschaft bewegt sich auch 2005 auf Erfolgskurs: Nach den neuesten Ausfuhrzahlen bis September 2005 steht der Freistaat vor dem zwölften Export-Rekord in Folge. Gleichzeitig erreichte die Exportquote der bayerischen Industrie mit 45,7 Prozent einen neuen Höchstwert. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, daß die bayerische Produktpalette international gefragt und unsere Wirtschaft im globalen Wettbewerb gut aufgestellt ist', kommentierte Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber die neuesten Daten der bayerischen Außenhandelsstatistik. 'Ich gehe davon aus, daß die bayerischen Exporte in der Endabrechnung des Jahres 2005 insgesamt die neue Rekordmarke von rd. 125 Mrd. Euro erreichen werden. Bayern zählt damit zu den 20 stärksten Exportnationen der Welt und rangiert noch vor Ländern wie Schweden, Brasilien oder Australien', so Huber weiter.

Die bayerischen Ausfuhren nahmen von Januar bis September 2005 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 94,4 Milliarden Euro zu (Bund: + 7,1 Prozent). Die Einfuhren nach Bayern erhöhten sich im selben Zeitraum um 4,4 Prozent auf 72,9 Milliarden Euro (Bund: + 7,9 Prozent). Der Ausfuhrüberschuß stieg damit im ersten Dreivierteljahr 2005 um knapp 4,0 Milliarden Euro bzw. 22,5 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro (Bund: + 4,6 Prozent).

Weltweit wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte waren erneut die USA mit einem Anteil am Gesamtexport von 12,1 Prozent. Die Ausfuhren dorthin nahmen - vermutlich wegen der Wechselkursschwankungen - allerdings lediglich um 4,1 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro zu. Erheblich stärker, nämlich um 9,3 Prozent, erhöhten sich im vergangenen Jahr die Lieferungen Bayerns in die - von Wechselkurschwankungen unberührten - Länder der Euro-Zone. Sie erreichten mit 37,7 Milliarden Euro einen Anteil an den bayerischen Gesamtausfuhren von 39,9 Prozent. Die Exporte in die EU-25-Staaten, die mittlerweile 60,3 Prozent der bayerischen Ausfuhren ausmachen, stiegen von Januar bis September 2005 um 8,9 Prozent auf 56,9 Milliarden Euro. Unter den weltweit wichtigsten Abnehmerländern rangierten die EU-Partner Italien und Frankreich auf den Plätzen zwei und drei. Die Ausfuhren dorthin erhöhten sich um 6,0 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro (Anteil 8,7 Prozent) bzw. um 11,0 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro (Anteil 8,2 Prozent).

Die Lieferungen in die neuen EU-Mitgliedsländer erhöhten sich neuerlich überdurchschnittlich um 11,5 Prozent auf 8,7 Mrd. Euro. Der Anstieg der bayerischen Exporte in diese Ländergruppe ist damit fast doppelt so hoch wie im Bund mit 6,3 Prozent. Sehr dynamisch entwickelten sich die Ausfuhren nach Ungarn mit einem Anstieg um 21,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das Land ist damit für Bayern bereits zehntwichtigste Exportnation. Die Exporte in die Tschechische Republik legten um 7,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu.

Der Handel mit den Ländern Asiens hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres dagegen insgesamt stagniert: Die Ausfuhren in diese Region stiegen lediglich um 0,7 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro, der Anteil Asiens an der bayerischen Ausfuhr belief sich auf 12,5 Prozent. Wichtigste Ursache hierfür war ein deutliches Minus bei den Exporten nach China, die nach den zweistelligen Expansionsraten der Vorjahre aufgrund einer restriktiveren Investitions- und Kreditvergabepolitik Chinas um 15 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zurückgingen. Der Absatz nach Japan konnte demgegenüber um 9,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert werden.

Unter den Exportgütern dominierten im ersten Dreivierteljahr 2005 Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse. Auf sie entfielen rund zwei Drittel (66,2 Prozent) aller Ausfuhren. Wichtigstes bayerisches Exportgut waren erneut die Fahrzeuge (Anteil 32,1 Prozent), deren Ausfuhr sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,9 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro erhöhte. Mit einer Zunahme um 7,9 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro rangierten Maschinenbau-Erzeugnisse an zweiter Stelle (Anteil 17,8 Prozent). Platz drei mit einem Anteil von 16,3 Prozent nahmen die elektrotechnischen Erzeugnisse ein, die mit einem Exportwert von 15,4 Milliarden Euro das Vorjahresergebnis um 9,6 Prozent übertrafen.