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Europäische Krankenversicherungskarte zunehmend beliebter

Nürnberg (12. September 2005)

Ein Jahr nach ihrer Einführung besitzen bereits mehr als 30 Mio. EU-Bürger die Europäische Krankenversicherungskarte.

Sie ist damit bereits beliebter als der bisherige Auslandskrankenschein E111. Mit der Karte wird die Kostenübernahme für medizinische Leistungen, die während eines vorübergehenden Aufenthalts in einem EU-Mitgliedsland notwendig werden, vereinfacht. Seit dem 1. Juni 2004 können EU-Bürger, die im Europäischen Wirtschaftsraum, also der Europäischen Union, Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz privat oder geschäftlich unterwegs sind die Europäische Krankenversicherungskarte erhalten.Sie kann mit elektronischem Chip oder mit Magnetstreifen ausgestattet sein und ersetzt den E111- Auslandskrankenschein.

Für die Herstellung und Ausgabe der Europäischen Krankenversicherungskarte in ihrem jeweiligen Staatsgebiet sind die Mitgliedstaaten zuständig. Das Muster der Karte ist jedoch einheitlich und die technischen Merkmale sind in allen Mitgliedstaaten gleich. Dadurch können Leistungserbringer im Gesundheitswesen, denen die Karte vorgelegt wird, sie europaweit sofort erkennen. Die Mitgliedstaaten können die Europäische Karte in ihre nationale Karte integrieren oder als eigenständige Karte ausstellen.

Von den deutschen Krankenkassen wird die Einführung der neuen EU-Karte unterschiedlich gehandhabt. Während manche Kassen die Karte bereits an ihre Versicherten ausgeben, nutzen andere Kassen die Übergangsmöglichkeiten. Bis zum Stichtag, dem 1. Januar 2006 können provisorische Übergangsbescheinigungen ausgestellt werden. Generell gilt aber: In allen EU-Ländern, in denen es wie in Deutschland bereits eine Krankenversichertenkarte gibt, wird die Karte bis spätestens 2006 eingeführt. Ein gesetzlich Krankenversicherter muss dann nicht mehr für jeden Auslandsaufenthalt einen neuen Papiervordruck beantragen. Die neue Europäische Krankenversichertenkarte wird in Deutschland zusätzlich zur normalen Versichertenkarte ausgegeben. Im Einzelfall informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

Quelle: Newsletter HWK München/EU-Nachrichten Nr. 24 vom 30.06.2005; AOK-Bundesverband