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Bayerische Wirtschaft: Elfter Exportrekord in Folge!

München (22. März 2005)

'Die bayerische Exportwirtschaft setzte 2004 ihren Höhenflug fort: Mit 118 Milliarden Euro wurde zum elften Mal hintereinander ein neuer Ausfuhrrekord aufgestellt. Gleichzeitig erreichte auch die Exportquote der bayerischen Industrie mit 44,9 Prozent einen neuen Höchstwert - fünfeinhalb Prozentpunkte über der bundesweiten Quote. Diese Zahlen zeigen einmal mehr, dass die bayerische Produktpalette international gefragt und unsere Wirtschaft im globalen Wettbewerb gut aufgestellt ist', kommentierte Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu die nunmehr vorliegenden Daten der bayerischen Außenhandelsstatistik für das Jahr 2004.

Die bayerischen Ausfuhren nahmen 2004 gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Prozent auf 118,0 Milliarden Euro zu (Bund: + 10,0 Prozent). Die Einfuhren nach Bayern erhöhten sich um 8,5 Prozent auf 95,1 Milliarden Euro (Bund: + 7,5 Prozent). Damit stieg der Ausfuhrüberschuss im letzten Jahr um 4,3 Milliarden Euro auf den neuen Höchststand von 22,9 Milliarden Euro.

Weltweit wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte waren 2004 erneut die USA mit einem Anteil am Gesamtexport von 12,6 Prozent. Die Ausfuhren dorthin nahmen - wohl hauptsächlich aufgrund der Dollarschwäche - jedoch 'nur' um 5,8 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro zu.

Erheblich stärker, nämlich um 10,6 Prozent, erhöhten sich im vergangenen Jahr die Lieferungen Bayerns in die - von Wechselkurschwankungen unberührten - Länder der Euro-Zone. Sie erreichten mit 46,6 Milliarden Euro einen Anteil an den bayerischen Gesamtausfuhren von 39,5 Prozent.

Die Exporte in die EU-Partnerstaaten insgesamt, einschließlich der neu beigetretenen Länder Mittel- und Osteuropas sowie Zypern und Malta, stiegen 2004 um 9,6 Prozent auf 70,5 Milliarden Euro. Damit fließen mittlerweile 59,7 Prozent der bayerischen Ausfuhren in die EU-25. Unter den weltweit wichtigsten Abnehmerländern rangierten erneut die EU-Partner Italien und Großbritannien auf den Plätzen zwei und drei. Die Ausfuhren dorthin erhöh-ten sich um 8,9 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro (Anteil 8,8 Prozent) bzw. um 7,5 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro (Anteil 7,9 Prozent).

Die Lieferungen in die acht mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer nahmen im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent zu und kletterten damit auf 10,6 Milliarden Euro bzw. einen Anteil von 9,0 Prozent am Gesamtexport. Sehr dynamisch entwickelten sich die Ausfuhren nach Polen mit einem Anstieg um 21,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Exporte in die Tschechische Republik legten um 7,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu; um 8,7 Prozent rückläufig war hingegen das Ungarn-Geschäft.

Stark expandierten die Ausfuhren in die nicht zur EU gehörenden Länder Mittel- und Osteuropas: Bei einem Anstieg um 25,9 Prozent flossen Waren im Wert von 4,4 Milliarden Euro dorthin (Anteil 3,7 Prozent). Überdurchschnittlich ist auch der Handel mit den Ländern Asiens gewachsen: Die Ausfuhren dorthin stiegen um 11,5 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro und einen Anteil am Gesamtexport von 13,0 Prozent. Der Absatz nach Japan gewann deutlich an Fahrt und nahm um 13,5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu. Das China-Geschäft blieb dagegen mit einem Plus von 6,1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro hinter den zweistelligen Expansionsraten der Vorjahre zurück.

Unter den Exporten dominierten auch 2004 Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse mit einem Anteil von insgesamt fast zwei Drittel (64,8 Prozent). Auf Rang eins standen erneut die Fahrzeuge (Anteil 30,6 Prozent), deren Ausfuhr sich gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent auf 36,1 Milliarden Euro erhöhte. Mit einer starken Expansion um 21,3 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro bildeten die Maschinen die zweitwichtigste Gütergruppe des bayerischen Exports (Anteil 17,9 Prozent). Dahinter rangierten mit einem Anteil von 16,3 Prozent die elektrotechnischen Erzeugnisse, die das Vorjahresergebnis mit 19,2 Milliarden Euro um 14,2 Prozent übertrafen.

Wiesheu: 'Ein zweistelliger Anstieg der ausländischen Auftragseingänge in der bayerischen Industrie im letzten Quartal 2004 deutet darauf hin, dass sich die positive Exportentwicklung auch zum Jahresbeginn 2005 fortgesetzt haben dürfte. Euro-Stärke sowie Höchststände bei den Öl- und Rohstoffpreisen sorgen allerdings für Gegenwind.' Es werde deshalb nicht leicht sein, an das hohe Ausfuhrwachstum von 2004 anzuknüpfen.