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Asien-Pazifik-Forum Bayern 2005 - "Umfassende Vorbereitung ist notwendig!"

Nürnberg (01. März 2005)

Asien-Pazifik-Forum Bayern 2005 - 'Umfassende Vorbereitung ist notwendig!'

Dass das Asien-Pazifik-Forum Bayern ein fester Bestandteil im Terminkalender von Asien-Managern ist, hat man heute im Messezentrum Nürnberg gemerkt: Über 560 Besucher haben an der eintägigen Veranstaltung teilgenommen. Damit ist ein neuer Teilnehmerrekord erreicht. Auf dem diesjährigen Programm standen neben Informationen und Vorträgen über asiatisch-pazifische Märkte auch Einzelgespräche für Unternehmer mit Experten der Auslandshandelskammern, der bayerischen Repräsentanzen, Delegierten der Deutschen Wirtschaft sowie dem Arbeitskreis China. Aber auch Hilfsmöglichkeiten für die betroffenen Regionen der Flutkatastrophe wurden thematisiert. Das Asien-Pazifik-Forum Bayern wird vom Außenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ) und der IHK Nürnberg  für Mittelfranken veranstaltet und fand bereits zum vierten Mal in Folge statt.

Nach den Worten des Bayerischen Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium, Hans Spitzner, bleibt Asien für bayerische Unternehmer weiterhin ein viel versprechender Wachstums- und Zukunftsmarkt. Mir einem Zuwachs um 13,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro (im ersten bis dritten Quartal 2004) sei China bei den bayerischen Exporten wichtigster Handelpartner in Asien, gefolgt von Japan, Singapur und Taiwan. „Gerade für klein- und mittelständische Unternehmen aus Bayern bietet der Asien-Pazifik-Raum enorme Wachstumspotenziale“, so Spitzner. Um bayerische Unternehmen beim Gang ins Auslandsgeschäft zu unterstützen, gebe es eine Vielzahl von Einrichtungen wie: das Außenwirtschaftszentrum Bayern in Nürnberg mit einer Vielzahl von Markterschließungsprojekten und dem großen Coachingprojekt ‚Go International’, das Messebeteiligungsprogramm des Freitstaats, die Gesellschaft Bayern International, Bayerische Repräsentanzen (in China, Japan, Singapur/Taiwan, Indien und Südkorea), der Consultant Trust Fund bei der Weltbank sowie Garantien und Bürgschaften zur Finanzierung von Exportaufträgen bei der LfA Förderbank Bayern. Aber: „Wenn man über Südasien spricht, muss man auch an die verheerenden Folgen der Flutwelle denken“, betonte Spitzner. Er berichtete von diversen Hilfsprojekten der Staatsregierung wie der Einsatz von Spezialkräften in betroffene Gebiete, die Übernahme von Patenschaften für Opfer sowie die Entsendung von Spezialisten für die dringend notwendige Trinkwasseraufbereitung. Außerdem seien Delegationsreisen nach Indonesien und Sri Lanka in Planung.

„Der Asien-Pazifik-Raum mit den Ländern wie China, Indien, Thailand, aber auch Australien ist faszinierend“, sagte Dr. Heinrich von Pierer, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, zum Auftakt der Veranstaltung,. „Von der Zuversicht und der dortigen Aufbruchstimmung sollten wir abgucken.“ Es sei zwar gerade für mittelständische Firmen aufgrund unzureichender personeller und auch finanzieller Ausstattung manchmal schwierig, auf dem Auslandsmarkt Fuß zu fassen“, verdeutlichte von Pierer. Ein Lösungsweg könnte etwa darin liegen, so zu sagen „im Schlepptau mit größeren Unternehmern“ aktiv zu werden, bspw. als Zulieferer für Automobilhersteller. Hier böten sich enorme Chancen. Gleichzeitig machte von Pierer auch auf  Schwierigkeiten für Mittelständler aufmerksam, an entsprechende Kredite für Auslandsaktivitäten zu kommen. Banken müssten diesbezüglich noch hilfsbereiter sein. Am wichtigsten für jedes Auslandsgeschäft ist nach seinen Worten die umfassende Vorbereitung und Information auf das entsprechende Land sowie Durchhaltevermögen. „Ein Unternehmer muss vor dem Gang ins Ausland Chancen und Risiken abwägen und sich umfassend Kenntnisse verschaffen!“ Gerade Veranstaltungen wie das Asien-Pazifik-Forum Bayern mit seinen Referenten aus den diversen wirtschaftlichen Einrichtungen seien dies bezüglich ideale Informationsplattformen.

Die Vertiefung und den Ausbau vorhandener Asien-Pazifik-Netzwerke hat der  Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken, Hans-Peter Schmidt, gefordert. „Die Märkte des Asien-Pazifik-Raums sind ein Muss für unsere Wirtschaft, erfordern aber Sorgfalt und gute Vorbereitung“, so Schmidt. Notwendig sei vor allem die Beobachtung der Wettbewerber aus Asien, denn auch in wichtigen Technologiebereichen stehe die Konkurrenz in den Startlöchern. Wichtig sei, zwar auch Werbung für den Standort Bayern zu machen, aber vor allem junge Leute sollten dazu motiviert werden, etwa ein Studienjahr in Asien zu absolvieren und so diese Region so früh wie möglich kennen zu lernen.“

Highlight des Asien-Pazifik-Forums waren für die Teilnehmer auch in diesem Jahr die Einzelgespräche mit der Wirtschaftsexperten sowie die Präsentation verschiedener Dienstleister und Unternehmer im Foyer des Messezentrums. Der riesige Andrang spricht für sich und motivierte Staatssekretär Spitzner zu den Worten: „Auch im nächsten Jahr wird es das Asien-Pazifik-Forum Bayern geben.“