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Nächster Exportrekord laut Wiesheu gut möglich

München (11. August 2004)

Die bayerische Exportwirtschaft bleibt auf dem Höhenflug der vergangenen Jahre. Im ersten Quartal dieses Jahres sind die Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 8,3 Prozent auf 28,4 Milliarden Euro angestiegen. Die Exportquote der bayerischen Industrie kletterte zu Jahresbeginn auf 45 Prozent. 'Bayerische Produkte sind international gefragter denn je', stellte Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu fest. Da von Januar bis März die Einfuhren um 1,9 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro zurückgingen, nahm der Ausfuhrüberschuss Bayerns gleichzeitig um 2,6 Milliarden  auf 6,5 Milliarden Euro zu. Wichtigster Partner bleibt nach wie vor die USA. Am stärksten expandiert der Handel mit China.

Den elften Exportrekord des Freistaats in Folge hält Minister Wiesheu für 'gut möglich'. Dafür spreche auch, dass sich die Dynamik des bayerischen Auslandsgeschäfts gerade zum Quartalsende deutlich beschleunigt habe. Wiesheu verwies darauf, dass Bayern im März mit einem Plus von rund 17 Prozent erstmals seit einem Dreivierteljahr wieder einen zweistelligen Zuwachs verzeichnen konnte. Zweistellig waren zuletzt auch die ausländischen Auftragseingänge in der bayerischen Industrie. 'Das ist ein deutliches Indiz für ein Anhalten der positiven Exportentwicklung in den nächsten Monaten', bemerkte der Minister.

Weltweit wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte blieben im ersten Quartal 2004 die USA mit einem Anteil am Gesamtexport von 12,6 Prozent. Die Ausfuhren dorthin nahmen allerdings gegen den Trend um 6,0 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro ab. Dabei spielte neben einem Basiseffekt aufgrund eines hohen Anstiegs vor einem Jahr vor allem die Dollarschwäche eine entscheidende Rolle.

Die Exporte in die 15 EU-Partnerstaaten, die mehr als die Hälfte der bayerischen Ausfuhren ausmachten (51,4 Prozent), stiegen von Januar bis März 2004 gegenüber dem Vorjahr dagegen um 7,6 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich der Warenver-kauf nach Spanien (+ 14,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro). Wichtigste EU-Partner waren Italien (+ 7,8 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, Anteil 9,0 Prozent), Großbritannien (+ 1,9 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, Anteil 8,9 Prozent) und Frankreich (+ 7,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, Anteil 7,9 Prozent). Noch etwas besser als im EU-Durchschnitt fiel mit einem Anstieg um 8,0 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro die Exportbilanz innerhalb der Euro-Zone aus (Anteil 39,2 Prozent). Der Absatz in die mittel- und osteuropäischen Länder konnte im ersten Quartal 2004 erneut deutlich überdurchschnittlich ausgeweitet werden: Mit 3,6 Milliarden Euro wurde das Vorjahresergebnis um 14,2 Prozent übertroffen. Vor allem die Ausfuhren nach Polen (+ 22,3 Prozent auf 530 Millionen Euro) und Russland (+ 24,8 Prozent auf 370 Millionen Euro) expandierten kräftig. Insgesamt erreichten die mittel- und osteuropäischen Länder bereits einen Anteil von 12,6 Prozent am bayerischen Gesamtexport.

Noch etwas höher lag mit einem Anteil von 13,0 Prozent die Ländergruppe Asien. Die Exporte dorthin erhöhten sich von Januar bis März 2004 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls weit überdurchschnittlich um 18,1 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Außerordentlich expansiv entwickelte sich dabei der Warenabsatz nach China (+ 31,8 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro) und erstmals auch wieder nach Japan (+ 25,1 Prozent auf 700 Millionen Euro). Die Lieferungen in die ''Tigerstaaten'' stiegen um 10,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Die Exportpalette Bayerns bestand auch in den ersten drei Monaten 2004 zu rund 88 Prozent aus Fertigwaren. Darunter dominierten mit einem Anteil am Gesamtexport von 31,2 Prozent weiterhin die Fahrzeuge, deren Ausfuhr sich gegenüber dem Vorjahr jedoch nur unterdurchschnittlich um 5,0 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro erhöhte. Mit einem starken Anstieg um 16,7 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro bildeten die Maschinen die zweitwichtigste Gütergruppe des bayerischen Exports (Anteil 17,3 Prozent). Dahinter rangierten mit einem Anteil von 15,8 Prozent die elektrotechnischen Erzeugnisse, die mit 4,5 Milliarden Euro das Vorjahresergebnis um 7,6 Prozent übertrafen.