Enterprise Europe Network

Unterstützung beim Schritt nach Afrika

Eschborn (6.7.2015) - Der Markteintritt in Entwicklungs- und Schwellenländern etwa in Afrika bietet Chancen, ist aber auch mit Unsicherheiten und Risiken verbunden. Die Bundesregierung fördert das unternehmerische Engagement und bietet vielfältige Angebote von Beratung bis zur Finanzierung.

Wie gestalten sich die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen vor Ort? Wie erhält man Zugang zu lokalen Netzwerken? Wie können finanzielle Risiken abgesichert werden? Hier leistet die Bundesregierung und insbesondere das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wertvolle Unterstützung.

EZ-Scouts

Eine individuelle und kostenlose Beratung erhalten Unternehmen von den sogenannten EZ-Scouts. EZ-Scouts sind Experten im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Als Ansprechpartner zu Themen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sind sie in Wirtschaftsverbänden, Ländervereinen, Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern tätig. Die EZ-Scouts unterstützen Unternehmen dabei, aus den Angeboten der deutschen EZ das Richtige zu finden. Der EZ-Scout für Bayern, Almuth Dörre, sitzt im Außenwirtschaftzentrum Bayern (siehe Kontaktfeld rechts).

Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)

Die DEG, ein Tochterunternehmen der KfW, ist einer der größten europäischen Entwicklungsfinanzierer. Seit über 50 Jahren finanziert und strukturiert sie Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die DEG investiert in rentable, nachhaltig entwicklungswirksame Vorhaben in allen Wirtschaftssektoren: von der Agrarwirtschaft über die verarbeitende Industrie und Dienstleistungen bis zur Infrastruktur.

In der Planungsphase einer Auslandsinvestition unterstützt die DEG die Unternehmen dabei, eine belastbare Basis für die Investitionsentscheidung zu schaffen; etwa bei der Beurteilung lokaler Partner. Die DEG ist an 14 Standorten in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika vertreten und kann darüber hinaus auf das Netzwerk der KfW zurückgreifen.

Für die Finanzierung von Auslandsinvestitionen bietet die DEG passgenaue langfristige Finanzierungen in Form von Darlehen, Garantien, Mezzaninfinanzierungen und Beteiligungen. Fördermittel können etwa für Machbarkeitsstudien und Pilotvorhaben bereitgestellt werden. Zudem fördert die DEG Begleitmaßnahmen. (http://www.deginvest.de)

Ansprechpartner in den Bundesländern: https://www.deginvest.de/Internationale-Finanzierung/DEG/Unser-Angebot/Deutsche-Unternehmen/Ihre-Ansprechpartner/

 

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Die GIZ ist als deutsches Bundesunternehmen seit über 40 Jahren in der internationalen Zusammenarbeit aktiv. Sie bietet ihren Auftraggebern Regionalexpertise, hohe Fachkompetenz und praxiserprobtes Managementwissen für nachhaltige Entwicklung weltweit. Einen großen Teil ihrer Aufträge führt die GIZ für das BMZ durch, sie arbeitet aber auch für weitere Bundesressorts sowie für öffentliche und private Auftraggeber im In- und Ausland.

Die GIZ berät zu wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und vermittelt den Zugang zu internationalen sowie lokalen Netzwerken. Sie bietet Fachexpertise zu innovativen Geschäftsmodellen, nachhaltigem Lieferkettenmanagement und zur Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards. Für den internationalen Personaleinsatz sind Qualifizierungsangebote und Fachkräfteprogramme verfügbar.

Die GIZ ist in mehr als 130 Ländern weltweit aktiv, in Deutschland ist das Unternehmen in nahezu allen Bundesländern präsent. Weltweit hat die GIZ 16.410 Beschäftigte - knapp 70% von ihnen sind als nationales Personal vor Ort beschäftigt. Das Geschäftsvolumen lag zum 31.12.13 bei über 1,9 Mrd. Euro. (http://www.giz.de/wirtschaft)

sequa gGmbH

Die sequa gGmbH ist eine weltweit tätige Entwicklungsorganisation und führt seit 1991 in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft Programme und Projekte der internationalen Zusammenarbeit durch. sequa bietet Kompetenz und Erfahrung in den Geschäftsfeldern Berufliche Bildung, Capacity Building für Kammern und Verbände, Privatsektorentwicklung und Sozialer Dialog.

Gesellschafter von sequa sind die vier Spitzenverbände DIHK, ZDH, BDI und BDA (51%) sowie seit 2010 auch die GIZ (49%). Damit vereint sequa das Know-how und die Netzwerke der deutschen Wirtschaft mit den Erfahrungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Sitz des gemeinnützigen Unternehmens ist Bonn. sequa hat derzeit über 40 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von rund 20 Mio. Euro. (http://www.sequa.de)

KfW Entwicklungsbank

Die KfW Entwicklungsbank setzt im Auftrag der Bundesregierung die finanzielle Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern um. Die Mitarbeiter am Hauptsitz in Frankfurt am Main und in den fast 70 Regionalbüros kooperieren mit Partnern auf der ganzen Welt. Ihr Ziel ist es, Armut zu bekämpfen, Frieden zu sichern, Umwelt und Klima zu schützen sowie Globalisierung gerecht zu gestalten. Die KfW Entwicklungsbank finanziert unter anderem Investitionen, Strukturreformen und begleitende Beratungsleistungen in den Partnerländern. Die mit der Durchführung verbundenen Lieferungen und Leistungen werden von den Partnern international ausgeschrieben. Deutsche Unternehmen können sich bei der Ausschreibung bewerben. Für deutsche Exportunternehmen eröffnen sich so Chancen zur Vermarktung ihrer Produkte in herausfordernden Zukunftsmärkten. (http://www.kfw.de)

develoPPP.de

Mit develoPPP.de fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Engagement der Privatwirtschaft dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitischer Handlungsbedarf zusammentreffen. Bis zu 50% (maximal 200.000 Euro) der Projektkosten werden durch BMZ-Mittel getragen, auf Wunsch erhalten Unternehmen auch fachliche Unterstützung. Die so genannten Entwicklungspartnerschaften können bis zu drei Jahre dauern und in den unterschiedlichsten Branchen und Themen angesiedelt sein.

Entwicklungspartnerschaften, die das Potenzial haben, einen herausragenden entwicklungspolitischen Nutzen zu erzielen und mehrere Länder zu umfassen, können als Strategische Partnerschaften umfangreicher gefördert werden. Das Gesamtvolumen einer Strategischen Partnerschaft muss mindestens 750.000 Euro betragen.

Im Rahmen von develoPPP.de kooperieren Unternehmen stets mit einem der drei öffentlichen Partner, die das Programm im Auftrag des BMZ umsetzen: DEG, GIZ und sequa gGmbH. (http://www.developpp.de)

Import Promotion Desk (IPD)

Als Dienstleister für Importförderung in Deutschland vernetzt das IPD deutsche Importeure mit Exporteuren aus Äthiopien und weiteren Wachstumsmärkten. Das IPD unterstützt beim gesamten Beschaffungsprozess und fokussiert sich in Äthiopien auf die Produktgruppen frisches Obst und Gemüse, Schnittblumen sowie natürliche Zutaten für Lebensmittel, Pharmazie und Kosmetik. Ziel des IPD ist eine nachhaltige und strukturierte Importförderung unter Einhaltung hoher Qualitäts-, Sozial- und Umweltstandards. (http://www.importpromotiondesk.de)

Multilaterale Geber

Germany Trade & Invest informiert über Projekte und Ausschreibungen für Consulting, Lieferungen oder Bauleistungen, die von internationalen Institutionen finanziert werden. Große Geber in Äthiopien sind vor allem die Weltbank, die Europäische Union und die Afrikanische Entwicklungsbank (http://www.gtai.de/projekte-ausschreibungen).

Euler Hermes AG

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vergeben die Euler Hermes AG und die PricewaterhouseCoopers (PwC) AG staatliche Exportkreditgarantien für Waren- und Dienstleistungsexporte. Diese sichern wirtschaftliche und politische Risiken des Zahlungsausfalls wirksam ab. Da Euler Hermes in der Partnerschaft federführend ist, hat sich der Begriff "Hermesdeckungen" etabliert. Beide Gesellschaften verfügen aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen über umfassendes Know-how im Bereich Exportfinanzierung und Ausfuhrgewährleistungen. Nach der Übernahme einer Deckung stehen die Fachleute von Euler Hermes und PwC den Deckungsnehmern projektbegleitend zur Seite. (http://www.agaportal.de/pages/aga/beratung.html)

Senior Experten Service (SES)

Der Senior Experten Service entsendet ehrenamtliche Fachleute, die das aktive Berufsleben beendet haben, für weltweite Einsätze. Ob in Industrie- und Handwerksbetrieben, Organisationen oder Kommunen: Die mehr als 11.500 Senior Experten stehen mit ihrem Fachwissen aus über 50 Branchen mit Rat und Tat zur Verfügung. In der Regel dauern die ehrenamtlichen Einsätze drei bis sechs Wochen, höchstens aber sechs Monate, wobei fallspezifisch eine teilweise Deckung der entstehenden Kosten durch BMZ-Fördermittel denkbar ist. Ein Senior Experte kann zur Sicherung der Nachhaltigkeit auch zu Folgeeinsätzen angefordert werden. (http://www.ses-bonn.de)

Alumniportal Deutschland

Das Alumniportal Deutschland ist ein soziales Netzwerk, welches die Vernetzung und den Wissensaustausch von Deutschland-Alumni, Unternehmen, Hochschulen und Organisationen fördert. So genannte Deutschland-Alumni sind Menschen aus aller Welt, die in Deutschland studiert, geforscht oder gearbeitet haben. Über das kostenlose Portal können Unternehmen weltweit mit Deutschland-Alumni in Kontakt treten und ihre besondere Expertise nutzen.

Hinter dem Alumniportal Deutschland steht das Kooperationsprojekt der Alexander von Humboldt-Stiftung, des Centrums für Internationale Migration und Entwicklung (CIM), des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), des Goethe-Instituts sowie der GIZ als Kooperationsführerin. Finanziert wird das Projekt vom BMZ sowie unterstützt vom Auswärtigen Amt. (http://www.alumniportal-deutschland.org)

DAAD Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert aus Mitteln des BMZ mehrjährige Hochschulpartnerschaften zwischen deutschen Hochschulen und ihren Partnerinstitutionen in Entwicklungsländern unter Beteiligung deutscher und/oder lokaler Wirtschaftspartner.

Ziel ist, in Entwicklungsländern die Hochschulausbildung stärker an der Praxis auszurichten, die Beziehungen zwischen Hochschulen und Unternehmen zu verbessern und eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu fördern.

Im Rahmen der DAAD Praxispartnerschaften werden in den laufenden Projekten unter anderem folgende Aktivitäten gefördert: "Train the Trainer"-Kurse für Hochschullehrer; Unternehmertage an Hochschulen; Studentische Forschungsprojekte in Partnerunternehmen; Karrieremessen, auf denen Studierende und Unternehmen zusammenkommen; Unternehmenspraktika und Praxissemester für Studierende; Unternehmer geben Seminare oder gestalten Unterrichtsmodule an der Hochschule.

Die maximale Fördersumme liegt bei 100.000 Euro pro Jahr und Vorhaben, wobei die finanzielle Beteiligung von Hochschule und Wirtschaftspartner mindestens 25% der Gesamtkosten betragen muss. Die Förderdauer liegt bei maximal 4 Jahren. (Weitere Informationen unter: http://www.daad.de/praxispartnerschaften)

(Quelle: GTAI)