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Kongo benötigt dringend einen Energie-Mix

Kinshasa/Lubumbashi (14.01.2016) - Im Stromsektor der DR Kongo besteht großer Investitionsbedarf. Mit dem Bau von Inga III soll ein Mammutprojekt realisiert werden. Die Regierung ist zudem dabei, den Strommarkt zu liberalisieren.

Die Regierung ist zudem dabei, den Strommarkt zu liberalisieren. Erste private Durchführer von Energieprojekten treten auf den Markt. Die Stromversorgung von Minen und Industrie könnte ein lukratives Geschäft darstellen. Der nationale Stromversorger Snel soll kommerzialisiert werden. Snel kann den Strombedarf im Land nicht annähernd decken.

Theoretisch könnte die DR Kongo die Lösung für das Energieversorgungsproblem weiter Teile des afrikanischen Kontinents sein. Durch den Kongofluss verfügt das zentralafrikanische Land über eine Stromerzeugungskapazität von etwa 100.000 MW, so schätzen Experten. 2015 liegt die installierte Kapazität bei nur 2.526 MW und diese reichen noch nicht einmal annähernd aus, um das eigene Land mit Strom zu versorgen. Trotz des großen Potenzials an Wasserkraft halten Experten einen Energie-Mix für die sinnvollste Lösung in der DR Kongo. Wasser fließt je nach Regenfällen sehr unterschiedlich und somit schwankt auch die Stromerzeugung. Auch der Kongofluss selber verzeichnet sehr hohe Schwankungen. Hinzu kommt, dass der Bau von Wasserkraftwerken vergleichsweise lange dauert und teuer ist. Der Strom wird im Land jedoch jetzt schon dringend benötigt. Gas und Kohle bieten sich daher als zusätzliche Energieträger an. Auch für erneuerbare Energien abseits der Wasserkraft gibt es Chancen.

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(Quelle: GTAI)