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Investoren meiden Afrika

Nairobi (03.02.2016) - Investoren haben 2015 nach Angaben von Germany Trade & Invest (gtai) einen Bogen um Afrika gemacht und lieber woanders ihr Geld angelegt.

Investoren meiden Afrika

Während die globalen ausländischen Direktinvestitionen (FDI) 2015 um beachtliche 36,5% auf schätzungsweise 1.677 Mrd. US$ gestiegen sind, war in Afrika ein Rückschritt um 31,4% auf 38 Mrd. $ zu verzeichnen, sagt die United Nations Conference of Trade and Development (UNCTAD). Damit konnte der Kontinent nur 2,3% der weltweiten ausländischen Direktinvestitionen auf sich ziehen.

Der scharfe Rückschritt sei vornehmlich auf das Konto von Subsahara-Afrika gegangen, berichtet UNCTAD in ihrem letzten Global Investment Trends Monitor, während in Nordafrika ein positiver Trendwechsel zu beobachten sei. So konnte Ägypten den FDI-Zufluss von 4,3 Mrd. $ 2014 auf 6,7 Mrd. $ 2015 steigern. Auf der anderen Seite der Sahara war das ganz anders: In Zentralafrika und im südlichen Afrika gab es geradezu dramatische Einbrüche. Grund waren die schwachen Rohstoffpreise: Der Wettlauf von Investoren, die sich Rohstoffvorkommen sichern wollen, ist erst einmal vorbei. In Mosambik gingen die FDI um 21% zurück, lagen aber immer noch bei beachtlichen 3,8 Mrd. $. Nigeria verzeichnete ein Minus von 27% auf 3,4 Mrd. $, was nahezu ausschließlich dem niedrigen Ölpreis geschuldet war. Der Einbruch in Südafrika war mit -74% auf 1,5 Mrd. $ derweil katastrophal.

Hier finden Sie die komplette Meldung.

Quelle: gtai