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Ebola: "Die Sorge ist sehr groß"

Berlin (11.11.2014) -- Der DIHK rechnet für ganz Afrika mit Wachstumseinbußen aufgrund der Ebola-Krise in vielen Ländern.

Die Ebola-Krise wirkt sich nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) auf weit mehr afrikanische Staaten aus als nur auf die drei unmittelbar von der Epidemie betroffenen Länder Guinea, Sierra Leone oder Liberia.

"Die Sorge ist sehr groß", betonte DIHK-Afrika-Expertin Rima Al-Tinawi gegenüber der Deutschen Welle. Sie habe den Eindruck, dass die Touristen dem afrikanischen Kontinent insgesamt fernblieben, nicht nur den Ländern, in denen wegen der Epidemie der Notstand ausgerufen worden sei.

"Wir wissen von Absagen sowohl von Ferien- als auch Geschäftsreisen nach Kenia oder Namibia", so Al-Tinawi. Im Ergebnis verzeichneten die Fluggesellschaften bei den Passagierzahlen Rückgänge von teilweise bis zu 60 Prozent.

Mit dem Tourismus werde ein wichtiger Devisenbringer beeinträchtigt, erklärte die DIHK-Afrika-Expertin. Dies wirke – gerade in Kombination mit den gesunkenen Rohstoffpreisen – als Bremsfaktor für das Wirtschaftswachstum auf dem gesamten Kontinent. Entsprechend werde die konjunkturelle Entwicklung im Vergleich zu den Prognosen vom Jahresanfang wohl leicht rückläufig ausfallen.

(Quelle: DIHK)