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Zollforum 2013


Nürnberg/München (29.07.2013) - Wieder ein volles Haus beim 7. Zollforum: Bayern 2013: mehr als 250 Teilnehmer informierten sich über aktuelle Themen des Zollwesens.

Wie schon in den vergangenen Jahren fand die Veranstaltung, die vom Außenwirtschaftszentrum Bayern, der IHK Nürnberg und der IHK München in Partnerschaft mit der Bundesfinanzdirektion Südost organisiert wurde, an zwei Standorten in München und Nürnberg statt. Schwerpunktthema war die Reform des Zollkodex, die sich auf der Zielgeraden ihrer Umsetzung befindet. Zollexperte Günther Dürndorfer von Deloitte &Touche stellte die Eckpunkte der Reform dar, wies allerdings darauf hin, dass viele Einzelheiten von der EU-Kommission in sog. Delegierten Rechtsakten geregelt werden, die erst noch erlassen werden. Außenwirtschaftsrechtsexperte Gerhard Basler informierte über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Exportkontrolle. Schwerpunkt war dabei die Reform des deutschen Außenwirtschaftsrechts zum 1. September 2013, aber auch die Neuerungen im US-Recht spielten eine Rolle.
Rechtsanwalt Georg Eder befasst sich mit einem Thema, das häufig ein Schattendasein führt, nämlich der Schnittstelle zwischen Zoll und Umsatzsteuer. Er verwies auf die Gefahren, die bei nicht korrekter Abwicklung drohen können. Last but not least brachte Zollexperte Vinzenz Hingerl von der Dachser-Unternehmensgruppe den Teilnehmern die in Umsetzung befindlichen neuen Präferenzabkommen nahe. Zudem vermittelte er wertvolle Praxistipps.
Auch die Zollverwaltung selbst kam zu Wort: die Spitze der Bundesfinanzdirektion Südost, Präsident Jürgen Hartlich und sein Stellvertreter Walter Lengert berichteten über die Ausrichtung der Zollverwaltung in der Zukunft. Es zeigte sich, dass das Reformwerk nicht nur eine Herausforderung für die Unternehmen, sondern auch für die Zollverwaltung ist. IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen hob das Engagement der Kammerorganisation für wirtschaftsfreundliche Regelungen auch im Zollwesen hervor: „Die IHKs fordern die Beibehaltung der einfachen Regeln des Ursprungsrechts und setzen sich für eine beschleunigte, transparente Exportkontrolle und weitere Handelsliberalisierung ein.“, so Driessen.