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12. Juni 2007 - 'Exportland Bayern: Grenzenlos erfolgreich'


So war's am 12. Juni in Traunstein, IHK-Gremien Berchtesgadener Land und Traunstein

"Irgendwo geht immer was!"

Mit diesem Ausspruch traf der Berchtesgadener Harald Voigt genau ins Schwarze der ersten Veranstaltung von „Exportland Bayern“ in Oberbayern am 12.06.07 in Traunstein.

'Irgendwo geht immer was!'

Und an diesem Abend ging in dem mit 65 Besuchern voll besetzten Raum der Sparkasse Traunstein-Trostberg wirkliche etwas: Nach Grußworten vom Gastgeber Werner Linhardt sowie den Herren Klaus Lastovka und Max Stadler, informierten Barbara Peinel und Frank Dollendorf von der Handwerkskammer und der IHK für München und Oberbayern zunächst über das 1x1 des Exporterfolges bevor Barbara Hirsch vom Bayerischen Staatsministerium über Förderinstrumente des Freistaates berichtete.

Nach der Theorie folgt die Praxis: Drei erfolgreiche Mittelständler sorgten mit ihren Exportgeschichten für Spannung und gaben den Zuhörern wertvolle Tipps für das Auslandsgeschäft.

'Irgendwo geht immer was!'

So überlegt sich Harald Voigt von der Christian Böhm GmbH & Co. Feinmechanik KG immer erst :“Wo sind wir besser, wo finden wir Partner, wie sind wir verlässlich?“. Er machte den Teilnehmern Mut, es mit Tugenden wie Verlässlichkeit und Präzision sowie vertrauenswürdigen Partnern auf jeden Fall im Ausland zu versuchen, denn:“ Irgendwo geht immer was!“. Zusätzlich betonte er die Bedeutung von eigener Präsenz vor Ort.

'Irgendwo geht immer was!'

Dagegen forderte Beatrice Kress von der Bergader Privatkäserei GmbH & Co. KG aus Waging am See besonders dazu auf, sich vom Wettbewerb abzuheben, auf Messen präsent zu sein und sich Marktkenntnisse vor Ort zu verschaffen. Gleichzeitig unterstrich sie, wie wichtig die persönliche Ebene für Auslandsgeschäfte ist. So z. B. lassen sich mangelnde Sprachkenntnisse vor allem „durch Leidenschaft und Herzlichkeit ausgleichen“.

'Irgendwo geht immer was!'

Ebenso bedeuten für Hans Rosenberger Messen und „Offenheit zur Welt“ sehr viel. Der Mitgeschäftsführer von Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG aus Fridolfing machte vor allem die Erfahrung, dass „viel auf Zufällen, nicht auf Strategien“ beruht. Zudem unterhielt er den Saal mit einer amüsanten Anekdote über das unterschiedliche Zeitgefühl von Indern und Deutschen – ein Inder entgegnete auf eine Terminmahnung mit den philosophischen Worten: „Time is coming every day – everywhere is time!“. Rosenberger riet besonders zu viel Neugierde, dem Akzeptieren anderer Kulturen und Risikofreude. Jedoch müsse „für ein Loch in der Bordwand ein Stöpsel da sein“, wie Herr Rosenberger es ausdrückte. Damit meint er das notwendige Kapital, das vorhanden sein sollte, wenn ein Auslandsgeschäft mal nicht klappt.

'Irgendwo geht immer was!'

Quintessenz des kurzweiligen Abends war: Bauchgefühl ist doch sehr wichtig und Vertrauen sowie Menschlichkeit sind das A und O jeder erfolgreichen Exportgeschichte.