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Export-Tournee Bayern 2010/2011 > Rückblick > So war’s: Freilassing

So war’s: Freilassing

Freilassing -Die IHK-Gremien Traunstein und Berchtesgadener Land luden zur Export-Tournee am 10.03.2011 in Freilassing ein. 37 Unternehmer aus der Region waren gekommen, um sich über das Exportgeschäft zu informieren.

Die 16. Veranstaltung der Export Tournee Bayern fand am 10.03.2011 im Technologiezentrum in Freilassing statt. Die IHK-Gremien Traunstein und Berchtesgadener Land luden zu der Informationsveranstaltung ein, bei der sich 37 Teilnehmer über das Einmaleins des Exportgeschäfts informierten.
 
Das knapp zweistündige Programm wurde von Alexander Lau, IHK München, und Dietmar Schneider, Handwerkskammer, moderiert. Die Begrüßungsinterviews beleuchteten das regionale Exportgeschehen von zwei Seiten: Klaus Lastovka, Vorsitzender des IHK-Gremiums Berchtesgadener Land, informierte die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen und den derzeitigen Stand des Auslandsengagements in der Region aus Sicht der IHK-Gremien. Die speziellen Themen der Internationalisierung von Handwerksunternehmen wurden durch Barbara Peinel, Leiterin der Abteilung Außenwirtschaft der Handwerkskammer, ergänzt.
 
Neben wichtigen Voraussetzungen, aktuellen Zahlen und Entwicklungen des bayerischen Exports zeigten Silke Schmidt, Bayerisches Wirtschaftsministerium, und Salomé Pivato, Bayern International, den Teilnehmer die Palette an Förderungsmöglichkeiten des Freistaats auf.
 
Im Anschluss an die vielen Informationen rund um das Exportgeschäft plauderten zwei bereits erfolgreich exportierende Unternehmer aus ihren individuellen „Export-Nähkästchen“:
 
Den Anfang machte Johannes Eisenbichler, Geschäftsführer der Neutra Kunststoffbau GmbH aus Teisendorf: „Wir beschäftigen uns mit der chemischen Oberflächenbehandlung von Glas und mit der Umwelttechnik. Da unsere Maschinen sehr langlebig sind – bis zu 20 Jahre – ist der Markt in Deutschland viel zu klein für uns. Der Export macht für uns inzwischen 70 Prozent des gesamten Geschäfts aus.“ Eisenbichler betonte, dass ein guter Internetauftritt für Kunden und Geschäftpartner im Ausland wichtig sei; insbesondere müsse er mehrsprachig sein. Der ausländische Kunde müsse verstehen, was man anbietet. Sein Unternehmen habe schon viele Kunden über das Internet gewinnen können, zuletzt einen Kunden aus Finnland. Weiterhin legte er den Teilnehmer nahe, an Messen teilzunehmen: „Wir sind oft auf Messen anzutreffen und nützen die Messebeteilungsprogramme von Bayern International und vom Bund. Was ich Ihnen auch empfehlen kann ist, dass Sie sich mit anderen Unternehmern, die schon Erfahrungen im Ausland gemacht haben, im Vorfeld austauschen. Hierbei kann man viel über neue Märkte lernen.“
 
Der zweite Unternehmensvertreter war Martin Kollmeier, Geschäftsführer der Zimmerei Kollmeier aus Matzing. „ Wir haben uns auf das Aufstocken von Gebäuden, Energiesparhäuser sowie auf Glasdächer spezialisiert. Auch wir haben über Messen von Bayern Handwerk International viele Kunden gefunden, vor allem in Italien und Südtirol. Bei uns ist der persönliche Kontakt zum Kunden sehr wichtig, da wir alles nach Maß anfertigen. Das ist sehr preisintensiv, da wir den Kunden erst vor Ort besuchen, tiefgehende Beratung leisten und anschließend die Arbeiten selbst vor Ort durchführen. Dennoch müssen wir nicht viel Überzeugungsarbeit leisten, da die Kunden ein Produkt „Made in Bavaria“ wollen. Die wissen, dass man sich auf uns verlassen kann und schätzen das auch sehr.“ Weiterhin stellte er klar, dass man immer präsent sein müsse, wenn man auf ausländischen Märkten erfolgreich sein möchte. „In Südtirol beispielsweise geht alles nur über den persönlichen Kontakt und über Weiterempfehlungen – den Einstieg schaffen Messen und die Beratung durch die Kammern“.

Am Ende der Veranstaltung hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich mit den anwesenden Unternehmern und den Experten der Kammern, des Wirtschaftsministeriums sowie von Bayern International auszutauschen und individuelle Fragen zu klären.