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Asien-Pazifik-Forum Bayern 2010


Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil hat bayerische mittelständische Unternehmer zu Exportgeschäften im asiatischen Raum aufgefordert.

„Die Region Asien-Pazifik boomt. Sie bietet hervorragende Absatzmöglichkeiten für unsere bayerischen Unternehmen, sagte Zeil heute zum Auftakt des 9. Asien-Pazifik-Forums Bayern in Nürnberg vor 300 Teilnehmern.
Die dynamischen asiatischen Märkte benötigen Maschinen-, Energie- und Umwelttechnik. Gerade kleine und mittlere Firmen aus Bayern brächten Know-how und Kompetenzen in diesen Bereichen mit und seien auf den Märkten Asien-Pazifiks gefragt. „Die Handelszahlen sind schon jetzt beeindruckend: Die Region Asien-Pazifik ist inzwischen der zweitwichtigste Exportmarkt Bayerns hinter der Europäischen Union und deutlich vor den USA. Die Ausfuhren der bayerischen Unternehmen in diese Region haben im ersten Quartal 2010 um 43 Prozent auf knapp fünf Milliarden Euro zugelegt“, so Zeil. Gerade das kommende Freihandelsabkommen der EU mit Südkorea böte erhebliche Chancen. Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt nach den Worten Zeils mittelständische Unternehmen auch weiterhin bei der Anbahnung von Geschäftskontakten und der Erschließung ausländischer Märkte. Wichtige Instrumente sind etwa Delegationsreisen, das Förderprojekt „Go International“ oder das bayerische Messebeteiligungsprogramm.

Partnerland Südkorea

Neuheit des diesjährigen Asien-Pazifik-Forums war der Fokus auf das Partnerland Südkorea. Eigens dazu reiste der südkoreanische Wirtschaftsminister Kyungsik Kim (Deputy Minister for Trade and Investment, Ministry of Knowledge Economy) mit einer 50-köpfigen Delegation aus dem 50-Millionen-Einwohner-Staat an. Minister Kim betonte, dass Deutschland für Korea der wichtigste Handelspartner in Europa sei. Besonders die Sektoren Umwelttechnologie, Erneuerbare Energien sowie die Automobilzulieferbranche spielen für die koreanische Wirtschaft eine wichtige Rolle, im Kommen seien der IT-Bereich, Robotik und Nanotechnologie. Die Republik Korea fördere in den nächsten Jahren Investitionen in diesen Bereichen – vor allem aber im so genannten Sektor Green Growth - in zweistelliger Millionenhöhe (Euro), so Kim.

Kennt sich aus: AHK-Korea-Chef Jürgen Wöhler

Interessante Hintergrundinformationen über den koreanischen Markt lieferte der Geschäftsführer der Deutsch-Koreanischen Industrie- und Handelskammer (AHK), Jürgen Wöhler. In bekannten koreanischen Markenprodukten wie etwa von der Firma Samsung oder den Autos von Hyundai stecken Bauteile oder Elektronik aus deutscher Hand und Entwicklung, so Wöhler. Die Hauptmotivation deutscher Firmen für ein Geschäftsengagement in Korea ist die Zulieferung an diese großen Hersteller. „Deutschland ist d e r Handelspartner Südkoreas in Europa und hat mittlerweile den früheren wichtigsten Partner Großbritannien überholt. Auch der Schutz geistigen Eigentums sei in Korea unproblematisch. In Korea herrsche deutsches Recht, auch die großen koreanischen Firmen hätten mit Plagiaten zu kämpfen und hätten selbst Interesse an strafrechtlicher Verfolgung im Falle von Fälschungen.

Showrooms als kostengünstige Präsentation vor potenziellen Investoren

Die Hemmschwelle für Unternehmer, sich geschäftlich in Asien zu betätigen, müsse gesenkt werden, sagte auch Dirk von Vopelius, Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Er schlug vor, für am asiatischen und vor allem am koreanischen Markt interessierte Firmen so genannte Showrooms zu etablieren. „Leer stehende Gebäude oder Räume könnten für einen bestimmten Zeitraum gemietet werden als eine Art Mini-Expo für deutsche Unternehmen. Das sei gerade für kleinere Firmen eine kostengünstige Art, sich zu präsentieren.
Die seit 2002 jährlich stattfindende Großveranstaltung steht unter dem Motto „Trends erkennen – Konjunkturpakete nutzen – Erfahrungen austauschen“ und wird vom Außenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ) und der IHK Nürnberg für Mittelfranken organisiert. Es gilt als eine der größten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. Eine Neuheit in diesem Jahr sind neben dem Länderschwerpunkt die branchenspezifischen Fachvorträge zur Region Asien-Pazifik: Berichte aus der Praxis gibt es dabei zur Kfz-Industrie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Energie und Umwelt, Nanotechnologie und Mechatronik. Weitere „Highlights“ waren die Informationen der AHK-Experten über Geschäftsmöglichkeiten in Asien sowie die Möglichkeit für die Teilnehmer, Einzelgespräche mit den Wirtschaftsexperten zu führen. Parallel zu den Vorträgen und Workshops präsentierten sich ganztags Service-Anbieter und Unternehmer im Foyer des CNN West. Die Vorträge der Tages finden Sie ab Montag, 26.07.2010 auf dieser Website zum Herunterladen! (Bilder: Kurt Fuchs, www.fuchs-foto.de und andere/ Text: Karoline Rübsam AWZ)

Die Vorträge 2010 finden Sie unter folgendem Link zum Herunterladen

Vorträge 2010

Im Anhang rechts finden Sie die einzelnen Vorträge zum Herunterladen:
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